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29.11.2018 – 13:59

Ipsos GmbH

Große Unzufriedenheit mit der digitalen Infrastruktur in Deutschland

Große Unzufriedenheit mit der digitalen Infrastruktur in Deutschland
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- Nur jeder Dritte ist mit der digitalen Infrastruktur in 
  Deutschland zufrieden         
- Allgemeine Zufriedenheit mit der deutschen Infrastruktur 
  verhältnismäßig hoch         
- Weltweit halten drei von vier Personen Infrastrukturinvestitionen
  für unabdingbar         
- Mehrheit denkt, dass im eigenen Land zu wenig für die 
  Infrastruktur getan wird          

Hamburg, 29.11.2018. 5G "an jeder Milchkanne" - aus Sicht der deutschen Bevölkerung sind Investitionen dieser Art in die digitale Infrastruktur längst überfällig. Diese Einschätzung wird nun auch durch die Ergebnisse des aktuellen 'Global Infrastructure Index' gestützt, eine Studie, die von Ipsos in Kooperation mit der Global Infrastructure Investor Association (GIIA) in 29 Ländern durchgeführt wurde. Nur jeder dritte Deutsche (35%) bewertet demnach die Qualität der digitalen Infrastruktur (wie z.B. schnelles Breitbandinternet, FTTP, 5G) als ziemlich oder sogar sehr gut. Geht es um Straßen, Wasserversorgung oder andere der insgesamt zehn erhobenen Bereiche, ist die Zufriedenheit der Deutschen im Ländervergleich meist allerdings überdurchschnittlich hoch.

Sorgenkind Digitalisierung

Die Qualität der digitalen Infrastruktur wird hierzulande hingegen besonders kritisch gesehen. Mit einem Zufriedenheitsgrad von lediglich 35 Prozent liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich sogar in der Schlussgruppe. Nur in Australien (34%) und Brasilien (31%) sind die Bürger noch unzufriedener mit Breitbandausbau und Co. Mehr als die Hälfte aller Befragten weltweit (54%) zeigt sich demgegenüber zufrieden mit der digitalen Infrastruktur im eigenen Land.

Insgesamt relativ hohe Zufriedenheit mit der deutschen Infrastruktur

Trotz aller Kritik stimmt nicht einmal jeder zweite Bundesbürger (47%) der Aussage zu, Deutschland unternähme grundsätzlich nicht genügend Anstrengungen, um die Infrastrukturbedürfnisse der Bevölkerung zu erfüllen. Das mag darin begründet liegen, dass die allgemeine Zufriedenheit der Deutschen mit der heimischen Infrastruktur höher ist als im internationalen Durchschnitt.

Während global gesehen nicht einmal jeder Dritte (32%) grundsätzlich zufrieden mit der Infrastruktur im eigenen Land ist, sieht dies in Deutschland beinahe jeder Zweite (45%) so. Die nationale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung wird in Deutschland unter allen 29 untersuchten Ländern sogar am positivsten bewertet. Drei Viertel aller Bundesbürger (75%) empfinden die Qualität der Infrastruktur in diesem Bereich als ziemlich oder gar sehr gut.

Länder unternehmen nicht genug, um Infrastrukturbedürfnisse zu erfüllen

Anders als in Deutschland ist eine deutliche Mehrheit aller Weltbürger (59%) der Überzeugung, dass das eigene Land grundsätzlich nicht genügend Anstrengungen unternimmt, um die Infrastrukturbedürfnisse der Bürger zu decken. Nur jeder Zehnte weltweit (12%) ist der gegenteiligen Auffassung. Zugleich stimmen knapp drei Viertel aller Befragten (73%) der Aussage zu, dass Investitionen in die Infrastruktur unabdingbar für das künftige Wirtschaftswachstum im eigenen Land sind.

Dr. Robert Grimm, Director Ipsos Public Affairs, bewertet die Ergebnisse der Studie wie folgt: "Deutschland ist ohne Zweifel eines der wirtschaftlich leistungsstärksten Länder. Dieser Erfolg basiert auf einer hervorragenden Infrastruktur. Um jedoch auch zukünftig wettbewerbsfähig zu sein, bedarf es Investitionen in Bildung, Transport, Energie und Telekommunikation. Gemessen am Anteil des BIP hat Deutschland allerdings eine der niedrigsten Investitionsraten in der EU. Es fehlt an nötigem Engagement auf Länder- und Bundesebene. Die Politik tut sich besonders schwer, das Land für den technologischen Wandel zu wappnen. Beobachter aus Wirtschaft und Forschung sprechen deshalb von einem regelrechten Investitionsstau, der in der Konsequenz zur Wachstumsbremse wird. Unsere Studie ist deshalb auch ein Appell, denn sie zeigt deutlich, dass die Deutschen gerade mit Blick auf digitale Infrastrukturen besorgt in die Zukunft schauen. Noch steht Made in Germany für deutsche Ingenieurskunst. Will das Land auch in zwanzig Jahren zur globalen Technologie-Elite gehören, bedarf es jedoch dringend Investitionen. Es ist höchste Zeit zum Anpacken."

Methode:

Die Ergebnisse stammen aus dem 'Global Infrastructure Index', einer Global Advisor-Studie, die über das Ipsos Online Panel System durchgeführt wurde. Die Befragung wurde vom 24. August bis zum 7. September 2018 unter 20.286 Personen in 29 Ländern durchgeführt:

Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru, Polen, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Serbien, Südafrika, Südkorea, Spanien, Schweden, Tschechien, Türkei, Ungarn und USA. In Kanada und den USA waren die Befragten zwischen 18 und 64 Jahren alt, in Tschechien zwischen 18 und 65 Jahren, in allen anderen Ländern zwischen 16 und 64 Jahren.

Es wurde eine Gewichtung der Daten vorgenommen, um die demografischen Merkmale auszugleichen und damit sicherzustellen, dass die Stichprobe die aktuellen offiziellen Strukturdaten der erwachsenen Bevölkerung eines jeden Landes widerspiegelt.

Über Ipsos:

Ipsos ist ein unabhängiges und innovatives Markt- und Meinungsforschungsinstitut. In einer sich immer schneller verändernden Welt ist es unsere Aufgabe, unsere Kunden mit präzisen und umsetzbaren Analysen bei ihrer Veränderung zu unterstützen, dabei orientieren wir uns an den "4S": Security, Simplicity, Speed und Substance. Um unseren Kunden bestmöglichen Service zu bieten, haben wir uns in fünf Forschungsbereichen spezialisiert. So bestimmen unsere engagierten Forscher Marktpotenziale, zeigen Markttrends, testen Produkte, Werbung und Dienstleistungen, erforschen die Wirkung von Medien und geben der öffentlichen Meinung eine Stimme. Und das in 89 Ländern auf allen Kontinenten. In Deutschland beschäftigen wir über 750 Mitarbeiter in Hamburg, Mölln, München, Nürnberg, Frankfurt und Berlin.

Auszug aus dem Fragebogen:

Frage 1: Nun geht es um die Infrastruktur in Ihrem Land. Damit sind jegliche Dinge gemeint, auf welche die Bevölkerung angewiesen ist, z. B. das Straßennetz, Bahn- und Luftverkehr, die öffentliche Versorgung einschließlich Energie- und Wasserversorgung sowie Breitband und andere Kommunikationsinfrastrukturen. Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit der Infrastruktur in in Ihrem Land?

Sehr zufrieden

Eher zufrieden

Weder zufrieden noch unzufrieden

Eher unzufrieden

Sehr unzufrieden

Weiß ich nicht

Frage 2: In den nächsten Fragen geht es um verschiedene Arten der Infrastruktur in Ihrem Land. Wie bewerten Sie die aktuelle Qualität der folgenden Infrastrukturen in Ihrem Land?

Flughäfen

Das überörtliche Straßennetz: Autobahnen und Bundesstraßen

Das örtliche Straßennetz: Landesstraßen und Gemeindestraßen

Eisenbahninfrastruktur einschließlich Gleise und Bahnhöfe

Verfügbarkeit neuer Wohnungen/Häuser

Hochwasserschutz

Infrastruktur zur Energieerzeugung (ausgenommen Atomkraft)

Infrastruktur zur Energieerzeugung mittels Atomkraft

Digitale Infrastruktur wie schnelles Breitbandinternet, FTTP, 5G

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

Sehr gut

Ziemlich gut

Ziemlich schlecht

Sehr schlecht

Weiß ich nicht

Frage 3: Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?

3_1: Wir unternehmen als Land nicht genug, um unsere Infrastrukturbedürfnisse zu erfüllen

3_2: Investitionen in die Infrastruktur sind unabdingbar für das künftige Wirtschaftswachstum in meinem Land

Stimme voll und ganz zu

Stimme eher zu

Stimme weder zu noch nicht zu

Stimme eher nicht zu

Stimme überhaupt nicht zu

Weiß ich nicht

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