Produktion

Produktion: Überspannen des Bogens bei der Flexibilisierung treibt Kosten hoch
Konferenz Wettbewerbsfaktor Flexibilisierung der Arbeit von SV Veranstaltungen und Produktion am 18./19.1.2011 in Stuttgart

Landsberg (ots) - In der Krise setzten drei Viertel der Automotive-Firmen auf Kurzarbeit, nahmen Zeitkonten in Anspruch und trennten sich von Zeitarbeitskräften, ergab eine Studie von Kienbaum und des Center Automotive Research. Davon waren besonders die Unternehmen am Anfang der Wertschöpfungskette tatkräftig: 89% von diesen beantragten präventiv Kurzarbeit. "In der Wirtschaft ist diese Maßnahme der Regierung positiv angekommen", sagt Dr. Wolfgang Schweizer vom Fraunhofer Institut für angewandte Arbeitswissenschaft und Organisation in der Wirtschaftszeitung Produktion ( Nr. 38, www.produktion.de ).

Künftig wollen die Unternehmen der Automobilbranche mehr Zeitarbeitskräfte engagieren. Ein Drittel sagt, dass mehr als 10% der Belegschaft auf Zeit angestellt sein sollten, ein Viertel strebt bis zu 10% Zeitarbeiter und ein weiteres Viertel bis zu 5% an. Die Realität sieht jedoch anders aus: 55% der Automotive-Firmen beschäftigen ausschließlich festangestelltes Personal. Nur bei 2% der Unternehmen beträgt der Zeitarbeiteranteil über 10%. Ein Grund dafür liegt einer Kienbaum-Studie zu Folge in der unzureichenden Qualifikation der Zeitarbeiter.

Bei der Arbeitszeitflexibilisierung gebe es nicht den Königsweg, sagt der Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) in Düsseldorf, Professor Sascha Stowasser, in Produktion: "Die Unternehmensflexibilität sollte aus Kostengründen am tatsächlichen Bedarf an flexiblen Reaktionsmöglichkeiten ausgerichtet sein." Denn eine erhöhte Flexibilität gehe mit höheren Kosten für den Personaleinsatz oder höherem Koordinationsaufwand einher. Professor Stowasser fordert deshalb die Industrie-Unternehmen auf, ihren tatsächlichen Bedarf an Flexibilisierung zu bestimmen. Denn nur wenige Firmen würden das tun.

Der Text kann zitiert werden unter Nennung der Quelle Produktion.

Mehr dazu bei der Konferenz Wettbewerbsfaktor Flexibilisierung der Arbeit, Anm.: Tel. 08191/125 464, petra.baumeister@sv-veranstaltungen.de.

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