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Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. (BNK)

Stop den Plänen einer Bürgerversicherung!
BNK warnt vor den negativen Auswirkungen auf die ambulante kardiologische Versorgung in Deutschland

München (ots)

Die trotz Ablehnung im Sondierungsgespräch wieder in die aktuellen Koalitionsverhandlungen aufgenommene Bürgerversicherung stößt bei den Ärzten auf Gegenwehr. Der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) fordert die Parteien auf, von einer Bürgerversicherung oder einer Einheitsgebührenordnung Abstand zu nehmen. "Ein solcher Systemwechsel würde unsere bisher gute Versorgung der herzkranken Patienten elementar verschlechtern", warnt der BNK-Bundesvorsitzende Dr. Norbert Smetak. "Dem angedachten System würden wichtige finanzielle Mittel zum Erhalt der ambulanten kardiologischen Versorgung entzogen werden. Wir sehen einen zwangsläufigen Rückgang bei Investitionen, einen Personalabbau und eine weiter sinkende Zahl von Ärzten in der ambulanten wohnort- und patientennahen Medizin. Eine schlechtere Versorgung in der Zukunft ist damit unaufhaltsam", erläutert Smetak die Befürchtungen aufseiten der niedergelassenen Fachärzte.

Der BNK fordert den Erhalt des GKV- und PKV-Systems

Im derzeitigen GKV- und PKV-System können die niedergelassenen Fachärzte im Bereich Kardiologie auf hohem Niveau Patienten in allen Bereichen der Herzerkrankungen versorgen. Bei der Behandlung der Patienten wird in der Qualität keinerlei Unterschied zwischen den Versicherungssystemen vorgenommen: Die Betreuung der Patienten wird am Krankheitsbild entlang geführt - von der eingehenden Beratung und Untersuchung bis hin zu hochkomplexen Eingriffen. Bei einer Nivellierung werden dem System hingegen wichtige Finanzmittel für sinnvolle Innovationen entzogen und ein wichtiger Anreiz zum Arbeiten im niedergelassenen Bereich genommen. Der BNK sieht in der Folge längere Wartezeiten aufgrund fehlender - vor allem jüngerer - Ärzte im Vergleich zu einer nur minimalen Abnahme von Wartezeiten bei einer Systemangleichung. "Was den Bürgern als Einheitsversicherung verkauft wird, führt uns dann tatsächlich in die viel beschworene Zweiklassenmedizin und zu einem Abwandern von Selbstzahlern in andere Länder", so Smetak weiter.

Eines der besten Gesundheitssysteme der Welt weiter verbessern statt staatliches Gesundheitswesen verordnen

Anstelle einer Einheitsversicherung sollten die bekannten Probleme der Vergütung im GKV-System von allen Beteiligten angegangen werden mit sinnvollen Alternativen wie der Aufhebung der Budgetierung und der Selektivverträge, um damit das jetzige erfolgreiche System weiter zu verbessern.

Über den BNK e. V.

Der BNK ist der größte Kardiologenverband auf vertragsärztlicher Ebene in Deutschland. Er hat derzeit rund 1.200 Mitglieder und repräsentiert damit über 90 Prozent der kardiologischen Praxen. Der Verband ging aus einer Arbeitsgemeinschaft hervor, die 1979 von knapp 100 Fachärzten gegründet wurde. Heute sind die Mitglieder des BNK auf regionaler und Bundesebene in zahlreichen Ausschüssen, Projektgruppen, gesundheits- und berufspolitischen Gruppierungen und in vielen Gremien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) aktiv. Seinen juristischen Sitz hat der BNK in München. Weitere Informationen rund um den BNK finden Sie unter www.bnk.de.

Pressekontakt:

Pressesprecher
BNK e. V.
Dr. med. Heribert Brück
Tenholter Str. 43a
41812 Erkelenz
Tel.: 02431.20 50
Fax: 02431.76 00 3
E-Mail: presse@bnk.de

Pressebüro
LoeschHundLiepoldKommunikation GmbH
Imke Salzmann
Tegernseer Platz 7
81541 München
Tel.: 089.720187-0
Fax: 089.720187-20
E-Mail: bnk@lhlk.de

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