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05.03.2010 – 13:41

ARD Das Erste

"Plusminus" am Dienstag, 9. März 2010, um 21.50 Uhr

München (ots)

Moderation: Wolfgang Friedrich
Die Themen:
Griechenland-Krise: Gefahr für den Euro
Mit Griechenland haben die Deutschen bis vor kurzem vor allem Sonne, 
Strand und Meer verbunden. Jetzt macht das Land mit Misswirtschaft 
und Schuldenbergen Schlagzeilen. Der Staat steht am Rande der Pleite.
Wie konnte es soweit kommen? Plusminus macht sich auf die Suche nach 
den Ursachen. Besonders auffällig: Staat und Bürger haben jahrelang 
über ihre Verhältnisse gelebt. Und nach wie vor spielen Korruption 
und Vetternwirtschaft eine wichtige Rolle.
Eurokurs-Verlust: Was kommt auf die Verbraucher zu?
Die Griechenland-Krise setzt dem Euro kräftig zu. Innerhalb von rund 
zwei Monaten hat die Euro-Währung gegenüber dem US-Dollar fast elf 
Prozent Wert eingebüßt. Und laut Experten wird die 
Gemeinschaftswährung weiter an Boden verlieren. Das hat Auswirkungen 
auch für deutsche Verbraucher. So dürften die Energiepreise laut 
Prognosen bis Jahresende deutlich steigen, denn Erdöl und Gas werden 
in US-Dollar gehandelt.
Die Griechenlandkrise birgt für die Bürger noch eine weitere 
unterschätzte Gefahr. Viele Fonds und private Rentenversicherungen 
sind in Staatsanleihen aus Griechenland investiert und weiteren 
EU-Ländern, die mit einer hohen Verschuldung zu kämpfen haben. Je 
größer die Gefahr ist, dass Griechenland seine Schulden nicht mehr 
zurückzahlen kann, desto weniger sind die Anleihen wert. Damit drohen
für Sparer Rendite-Verluste bei solchen Anlageformen.
Zeit der Zocker: Wie gegen den Euro spekuliert wird
Droht Griechenland die Pleite? Wie steht es um die Haushalte anderer 
hochverschuldeter Länder wie Portugal, Spanien, Irland und Italien? 
Droht der Euro zu zerbrechen? All das sind Fragen, die nicht nur in 
den Medien diskutiert werden: In den Handelssälen weltweit 
spekulieren Devisenhändler, Hedge-Fonds und Großinvestoren über die 
Folgen der Griechenland-Krise. Und die Richtung ist klar: Die 
Investoren setzen zum Beispiel mit sogenannten Leerverkäufen auf 
einen weiteren Absturz der Gemeinschaftswährung. Experten sprechen 
von regelrechten Attacken gegen den Euro.

Pressekontakt:

Redaktion: Carl Hermann Diekmann
Pressekontakt:
Wirtschaftsredaktion BR Fernsehen
Tel.: 089/3806-5850
Fax: 089/3806-7638

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