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RNZ: Der türkische Premier Erdogan spricht von Integration, die er aber zugleich hintertreibt (Kommentar)

Heidelberg (ots)

Erdogans Irrweg
Von Klaus Welzel
Es geht um die Aufarbeitung einer schrecklichen Tragödie, bei der 
neun Türken ums Leben kamen. Es geht aber auch um das 
deutsch-türkische Verhältnis, das voller Probleme steckt. Und bei 
Letzterem macht Regierungschef Erdogan so ziemlich alles falsch, was 
er falsch machen kann. Zwar gab es am Donnerstag und Freitag 
beruhigende Worte, mehrfachen Dank an die (deutschen) Rettungskräfte.
Aber doch nur, weil all das, was vorher ausgesprochen und gedruckt 
worden war, einer unverschämten Unterstellung gleichgekommen war. 
Strich drunter.
Gestern aber - und morgen - unternimmt Erdogan wieder alles, um die 
Integration von Türken in Deutschland zu untergraben. Zum einen durch
seinen Vorstoß, vermehrt türkische Lehrer an deutsche Schulen zu 
schicken, damit diese dann hier muttersprachlichen Unterricht bieten.
Das würde das glatte Gegenteil von Integration bedeuten. Aber Erdogan
geht noch weiter. Am Sonntag wird er in der Köln Arena vor 20<TH>000 
Türken auf türkisch sprechen. Wieso auf türkisch? Wieso wird die Rede
nicht übersetzt? Wieder so ein Abschottungsmechanismus.
Erdogan spricht von Integration und lehnt die dazu notwendige 
Assimilation ab. Er besucht die von der Brandkatastrophe betroffenen 
Aleviten in Ludwigshafen, die in seiner Heimat die zweitgrößte 
Religionsgemeinschaft stellen, aber unterdrückt werden. Er betreibt 
Politik als Show, - und das macht er sehr unglaubwürdig.

Pressekontakt:

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Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0

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