Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Stress bei Kindern

Bielefeld (ots) - Musikalische Früherziehung im Krabbelalter, Motorik-Intensivkurse für Kindergartenkinder und Chinesisch in der Grundschule: Solche eher seltenen Auswüchse als Grund für gestresste Kinder zu sehen ist zu einfach. Sie sind lediglich die Spitze einer Gesellschaft, die auf Leistungsdruck getrimmt ist. Mütter sollen im Job Erfolg haben, Kinder liebevoll versorgen und den Ehemann nicht vernachlässigen. Väter sollen vorbildliche Papas mit Familienzeit und erfolgreiche Arbeitnehmer sein. Wen wundert es, dass da auch der Nachwuchs eine große Portion Druck mitbekommt. Das ist vielfach im Alltag gar nicht zu vermeiden. Auch wenn wenige Eltern bestreiten werden, dass das falsch ist. Hoher Anspruch ist grundsätzlich nicht zu verurteilen. Wenn der aber dazu führt, dass eine Vielzahl der Kinder Angst hat, die Eltern zu enttäuschen, entlarvt das einen Irrweg. Dann fehlt die Sicherheit, immer auf die Eltern zählen zu können - egal, ob man erfolgreich ist oder nicht. Wenn mehr als 83 Prozent der Kinder mit hohem Stress außerdem sagen, sie haben keine Zeit für Dinge, die ihnen Spaß machen, ist das erschreckend. Dann wird es wieder Zeit, die Tür auf zu machen und den Nachwuchs einfach mal wieder zum Toben mit Freunden zu schicken als von einem Termin zum nächsten zu hetzen.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: