Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Urteil im Missbrauchsprozess:

Bielefeld (ots) - Vierzehneinhalb Jahre Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung. Der Richterspruch war unabdingbar. Detlef S. darf nie wieder in Freiheit gelangen. Der 48-jährige ist nicht krank. Er ist ein gemeingefährlicher Verbrecher, der sich jahrzehntelang an seinen Kindern und Stiefkindern vergangenen und sie außerdem skrupellos an andere Männer verkauft hat. Den Worten seiner Stieftochter zu Folge verging er sich später auch an einem der acht Kinder, die er mit ihr gezeugt hatte. Reue dafür hat Detlef S. während des Prozesses nicht erkennen lassen. Zwar gab es erst ein Teil- und am vorletzten Verhandlungstag ein umfassendes Geständnis. Doch beides dürfte aus taktischen Erwägungen erfolgt sein. Bei einem wirklichen Schuldgefühl hätte er den Opfern alle Aussagen erspart und die Taten sofort eingeräumt. Dem aber war nicht so. Nach dem Urteil haben die Opfer jetzt zumindest eine kleine Chance, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ob es ihnen trotz der Jahre des unvorstellbaren Horrors tatsächlich gelingt, ist allerdings fraglich. Solch tiefe Wunden heilen selten.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: