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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Grippeimpfung

Bielefeld (ots) - Grippe? Da war doch was! H1N1 hieß der neuartige Erreger, der die Menschheit im vergangenen Jahr erzittern ließ. Millionenfach orderte auch der deutsche Staat eilig produzierten Impfstoff, den aber kaum jemand haben wollte. Kein Wunder, denn die anfängliche Hysterie vermengte sich mit Unkenrufen über angeblich gefährliche Wirkverstärker, das Chaos war perfekt. Die Pandemie wurde abgeblasen, Millionen ungebrauchter Impfdosen wanderten in den Müll, die Patienten sind nachhaltig verunsichert. Soll man sich nach dem ganzen Spektakel überhaupt noch impfen lassen? Die Antwort lautet: Ja, ohne wenn und aber. Denn in diesem Jahr steht Deutschland vor einer »normalen« Grippesaison, das aktuelle Serum schützt auch gegen den neuen Virustyp. Doppel-Impfungen wie im vergangenen Jahr sind unnötig. Ein Piks, das war's. Mit der Grippeimpfung schützt man sich selbst, aber vor allem die anderen: Die hochbetagte Nachbarin, den Kollegen mit Asthma, die schwangere Sitznachbarin im Bus. Experten schätzen, dass jährlich 10 000 bis 15 000 Menschen in Deutschland an der ganz »normalen« Grippe sterben. Das ist keine Hysterie, sondern Mahnung.

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