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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Kirgistan

Bielefeld (ots) - In Kirgistan, dem sozial zerrissenen Kleinstaat zwischen China und Russland, wird das Leid der Menschen jetzt jeden Tag deutlicher. Auch wenn das Schießen nachlässt, fangen Not, Elend und Sterben gerade erst an. Die Usbeken hatten nach der Ablösung von Präsident Kurmanbek Bakijew im Mai inständig auf mehr Freiheiten unter der neuen Führung gesetzt. Vergebens. Der ethnische Terror gegen die Volksgruppe der Usbeken in Kirgistan nach dem vom Balkan leidlich bekannten Muster zeigt, was wirklich los ist. Damit wird auch die Verstrickung der Zentralregierung in die Massaker deutlich, wenngleich sie wiederum mit dem Finger auf Dritte weist. Die furchtbare Mischung aus Drogenmafia, islamistischen Gotteskriegern und einem Staat, der entweder zu lange weggeschaut hat oder bewusst nicht eingreift, macht diesen Konflikt so schwer lösbar. Mehr noch, je länger die Anarchie andauert, um so größer der Vorteil für die Unruhestifter. Das Übergreifen des Konflikts auf Usbekistan hebt die Unruhen auf eine internationale Ebene, womit Frieden in noch weitere Ferne rückt.

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