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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Bahnstreik/GDL

    Bielefeld (ots) - Während die Lokführergewerkschaft GDL von einer geschlossenen Streikfront spricht, ist bei den anderen beiden Eisenbahner-Gewerkschaften, der Transnet und der Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamter, von wankelmütigen GDL-Lokführern die Rede. Die Streikfront in Westdeutschland bröckelt bereits. In den neuen Bundesländern gehen die Lokführer deutlich radikaler vor. Jetzt rächt sich die Zurückhaltung von Transnet, die als ehemalige Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands nach der Wende der ältesten Bahngewerkschaft, der GDL, den Vortritt ließ. Die Transnet schlief und die GDL füllte ihre Reihen mit Lokführern aus der ehemaligen DDR auf. Es ist an der Zeit, dass die drei Eisenbahner-Gewerkschaften nicht nur diesen Ost-West-Konflikt lösen. Schließlich gehören alle zur großen Eisenbahner-Familie, ob Lokführer, Schaffner oder Fahrdienstleiter. Sie alle tragen Verantwortung dafür, dass Reisende sicher von einem Ort zum anderen kommen. Die Dachorganisationen, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Deutsche Beamtenbund, dürfen nicht länger schweigen. Nur gemeinsam kann die Fahrt von den Prellbock vermieden werden.

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