Tino Chrupalla, Parteivorsitzender der AfD: Die anderen Parteien müssen entscheiden, ob sie mitgestalten wollen
Berlin/Bonn (ots)
Die AfD habe nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt "einen ganz klaren Regierungsauftrag. Allerdings haben wir auch immer gesagt: Diese Regierung unter Ministerpräsident Ulrich Siegmund muss stabil sein, nicht mit wechselnden Mehrheiten." Eine Minderheitsregierung sei nie stabil, daher habe die AfD "jetzt erstmal die Gespräche allen anderen Parteien angeboten", erklärt Tino Chrupalla im Interview bei phoenix. Man wolle zunächst "sehen, wie die anderen Parteien sich das vorstellen." Sollte es eine stabile Mehrheit für Ulrich Siegmund geben, "dann wird er auch als Ministerpräsident-Kandidat im Landtag antreten." Auf die Möglichkeit einer stabilen Regierung angesprochen, erklärt der AfD-Parteivorsitzende hinsichtlich der BSW-Fraktion und deren Abgeordneten, man müsse abwarten, "ob das BSW bereit ist, auch hier Ulrich Siegmund mitzutragen. Diese Gespräche werden wir jetzt führen." Es gehe darum, "Formationen zu finden, die tragbar sind und wo man am Ende auch sieht, dass wir unsere Positionen natürlich durchsetzen können." Zwar müsse man kompromissbereit sein, so Chrupalla, es sei aber am Ende "Aufgabe der anderen Parteien, ob man in Sachsen-Anhalt mitgestalten will, oder ob man von der Außenlinie weiter zugucken möchte."
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