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Neues Deutschland: zur Debatte um die Deutsche Bahn

Berlin (ots)

Es ist noch unklar, wie der nun besiegelte
Bahn-Börsengang konkret aussehen soll - aber eins steht fest: 
Bahnchef Mehdorn wird demnächst abheben, ob mit oder ohne 
Schienennetz. Ein »Champion« wollte er werden - nun kann er  mit den 
Großen spielen.
Wer jetzt Beifall klatscht und  viel Glück wünscht bei der 
Fortsetzung der DB-Erfolgstory, kennt die Daten schlecht. Mehdorn hat
viel verändert bei der Bahn, doch für mehr Schienenverkehr hat er 
sicher nicht gesorgt. Im prestigeträchtigen Personen-Fernverkehr 
liegt die Beförderungsleistung auf dem Stand von 1993, als die 
»Bahnreform« die Privatisierung vorbereitete. Seither sind, auch aus 
Bundeskassen, 100 Milliarden Euro in diesen Bereich geflossen. Der 
Güterverkehr stagniert, bemerkenswerte Zuwächse hat es nur beim 
Regionalverkehr gegeben, der ebenfalls massiv bezuschusst wird. Warum
sollte es besser werden, wenn Mehdorn ganz sein eigener Herr ist?
 Wer mit den Großen spielen will, muss ferner damit rechnen, dass 
diese auf die Regeln pochen. Nach EU-Recht gilt eine Firma als 
privat, wenn auch nur ein Prozent von nichtstaatlichen Investoren 
gehalten wird. Vielleicht hat Mehdorn Recht damit, dass die 
projektierte staatlich-private Organisationsform der 
Bahn-Infrastruktur potenzielle Käufer nicht schreckt. Schwierigkeiten
mit Brüssels Wettbewerbshütern dagegen werden sich kaum vermeiden 
lassen.

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Rückfragen bitte an:
Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21

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