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NRZ: Das Ende des Terror-Kalifats - ein Kommentar von JAN JESSEN

Essen (ots)

Das Terror-Kalifat des sogenannten "Islamischen Staats" ist Geschichte. Nach fast 160 Tagen erbitterter Kämpfe haben die kurdisch dominierten Demokratischen Streitkräfte Syriens (SDF) mit der Luftunterstützung der Internationalen Anti-IS-Koalition die letzte Bastion der Dschihadisten im Südosten Syriens bis auf wenige Quadratmeter erobert. Hunderte ausländische Extremisten ergaben sich in den vergangenen Tagen, andere leisteten bis zum Ende Widerstand. Allein in dieser letzten Offensive gegen den IS starben über 600 Kämpferinnen und Kämpfer der SDF. Der IS kontrolliert kein Territorium mehr. Die Ideologie, für die er steht, lebt aber weiter. Er bleibt gefährlich. Tausende IS-Anhänger sind in Syrien und im Irak in den Untergrund gegangen. Die Organisation breitet sich in Asien und Afrika aus und hat in Europa Schläferzellen installiert. Der Kampf bis zum letzten Atemzug der IS-Militanten in Syrien ist Inspiration für ihre internationalen Sympathisanten. Nicht zu vergessen: Die syrischen Al-Kaida-Ableger beherrschen die Provinz Idlib. Im Irak ist die Nachkriegsordnung fragil, in Syrien drohen nach dem Ende des Kalifats neue Konflikte. Ziehen sich die US-Amerikaner wie angekündigt zurück, werden sie ihre kurdischen Verbündeten dem türkischen Präsidenten Erdogan opfern. Die Kurden im Irak und Syrien sind trotz ideologischer Differenzen ein Bollwerk gegen den radikalen sunnitischen wie schiitischen Islam. Wer sie fallen lässt, ist nicht nur empörend illoyal, sondern gefährdet auf mittlere Sicht auch die Sicherheit des Westens.

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