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Westfalenpost: Gefühlte Sorge

Hagen (ots)

Zahl der Geburten in Deutschland steigt
Von Susanne Schlenga
Ursula von der Leyen darf sich freuen: Die Statistik scheint 
Deutschlands Familienministerin Recht zu geben. Immer mehr Paare 
entscheiden sich für die Familie, für ein, zwei oder auch mehr 
Kinder. Das Elterngeld macht es Frauen und (noch wenigen) Männern 
leichter, für eine gewissen Zeit aus dem Beruf auszusteigen. Und auch
nach der Auszeit für die Familie scheint die Politik vorgesorgt zu 
haben: Bis 2013 soll für unter Dreijährige ein Betreuungsplatz 
garantiert werden.
Die Stimmung hat sich geändert, mehr Menschen haben das Gefühl, dass 
sich die Politik auch um Familien kümmert. Doch zwischen Gefühl und 
Wirklichkeit klafft noch immer eine Lücke. Geht es zum Beispiel um 
die Betreuung, muss nicht nur über Quantität, sondern auch über 
Qualität gesprochen werden. Es reicht nicht, mit verhältnismäßig 
wenig Mitteln die Zahl der Betreuungsplätze zu erhöhen und klaffende 
Lücken mit eilig geschulten Tagesmüttern zu schließen. Hier muss 
grundlegend investiert werden. Und nicht nur hier, denn spätestens 
bei der Einschulung haben die Familien ein Problem: Ganztag gibt es, 
aber zu wenig und zu improvisiert.
Steuerentlastungen für Familien, die von der Leyen fordert, klingen 
nach einem Wahlkampfzückerchen. Besser wäre es, langfristig die 
Strukturen zu verbessern. Für Kinder und für Eltern.

Pressekontakt:

Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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