Das könnte Sie auch interessieren:

Die zehn größten Fehler beim Employer Branding

Hamburg (ots) - Die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens nicht kennen, die Bedürfnisse der bestehenden und ...

Silberne Bären und GWFF Preis für ZDF-Produktionen bei der 69. Berlinale / "Systemsprenger", "Ich war zuhause, aber" und "Oray" ausgezeichnet

Mainz (ots) - Bei den 69. Internationalen Filmfestspielen in Berlin wurde "Systemsprenger", eine Koproduktion ...

Joko ist neuer Weltmeister! "Das Duell um die Welt - Team Joko gegen Team Klaas" mit sehr guten 13,8 Prozent Marktanteil am Samstag weiter stark

Unterföhring (ots) - Joko schlägt den amtierenden Weltmeister und hält für Team Klaas die richtigen ...

21.01.2019 – 01:00

Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: Bund tritt Zehntausende Hektar kostenlos an Naturschützer ab

Osnabrück (ots)

Bund tritt Zehntausende Hektar kostenlos an Naturschützer ab

FDP spricht von ideologischer Strukturpolitik - Flächenkauf mit 350 Millionen gefördert

Osnabrück. Der Bund hat in den vergangenen Jahrzehnten Zehntausende Hektar Fläche unentgeltlich an Naturschutzorganisationen und Stiftungen übertragen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der FDP hervor, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Zudem hat die Regierung den Kauf von weiteren 370.000 Hektar zu Naturschutzzwecken mit etwa 350 Millionen Euro gefördert. FDP-Politiker Karlheinz Busen spricht von "ideologisch motivierter Strukturpolitik".

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilt, seien allein in den vergangenen drei Legislaturperioden 123.000 Hektar "naturschutzfachlich bedeutsame Flächen" als Nationales Naturerbe ausgewiesen und an die Bundesländer, Naturschutzverbände oder die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) übergegangen. Dabei habe es sich beispielsweise um alte Militärflächen, Bergbaulandschaften oder das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze gehandelt. Im aktuellen Koalitionsvertrag haben Union und SPD zudem festgeschrieben, weitere mehr als 30.000 Hektar Naturerbe-Fläche ausweisen zu wollen. Der Großteil soll aus ehemaligem DDR-Besitz kommen.

Darüber hinaus fördert die Bundesregierung massiv den Aufkauf von Flächen zu Naturschutzzwecken. Laut Ministerium sind über das 1979 aufgelegte Programm "chance.natur - Bundesförderung Naturschutz" bislang 80 Naturschutzgroßprojekte mit einer Gesamtfläche von 370.000 Hektar unterstützt worden. Insgesamt habe der Bund rund 500 Millionen Euro für die Förderung bereitgestellt, davon 350 Millionen Euro für den Grunderwerb, schreibt das Ministerium. "Die erworbenen Flächen werden naturschutzgerecht bewirtschaftet oder [...] einer eigendynamischen Entwicklung überlassen." Projektträger seien überwiegend Kommunen oder Naturschutzorganisationen.

FDP-Parlamentarier Karlheinz Busen sprach "ideologischen Naturschutzmaßnahmen" auf einer Gesamtfläche größer als Berlin und das Saarland zusammen. "Statt Flächen wirtschaftlich naturnahe zu nutzen, werden gewachsene Werte durch einen verwildernden Naturschutz ausgerottet", so Busen. "Wir brauchen dringend ein ideologiefreies Naturschutzgesetz mit einer Stärkung des eigentumsfreundlichen Vertragsnaturschutzes." Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) wehrte sich gegen die Kritik. Sie verwaltet etwa 70.000 Hektar an Naturerbeflächen verteilt auf zehn Bundesländer. Generalsekretär Alexander Bonde sprach auf Anfrage der "NOZ" von einer "ökologischen Erfolgsgeschichte". Die Stiftung "fördert und erhält auf ihren Naturerbeflächen die Strukturvielfalt und den Reichtum an heimischen Tier- und Pflanzenarten in unterschiedlichen Lebensräumen".

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Neue Osnabrücker Zeitung
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung