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Neue OZ: Kommentar zu Kabinett
Schröder
Familie

Osnabrück (ots) - Babypause im Kabinett

Wo einer den Anfang macht, trauen sich auch andere. So hat Kristina Schröder einmal die Dynamik in der Familienpolitik beschrieben. Jetzt traut sie sich selbst, bekommt ein Kind. Ein starkes Signal: Selbst eine Führungskraft der Firma Deutschland kann Baby und Beruf verbinden.

Allerdings: Die 33-Jährige ist Chefin einer Vorzeige-Behörde. 66,7 Prozent der Beschäftigten im Familienministerium sind Frauen - sie schaffen ihren Job, weil es 57 Arbeitszeitmodelle gibt. Da wird es keine Teilzeit-Ministerin, aber Entgegenkommen geben. Viele Firmen, in denen ein Kind den Karriereknick bringt, könnten sich davon eine Menge Scheiben abschneiden.

Wo Väter eine enge Bindung zu ihrem Kind haben, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht allein Frauenthema - das ist auch so eine Weisheit der Jüngsten in Angela Merkels Kabinett. Sie wird schnell spüren, ob auch das Innenministerium ähnlich tickt. Da ist Schröders Mann Staatssekretär. Wird er sich Vätermonate leisten können?

Die Ministerin will sechs Wochen vor der Geburt und acht Wochen danach Babypause machen. So wie es jeder Mutter zusteht. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles macht es ebenso. Allein stehen sie nicht: In Spanien nahm Verteidigungsministerin Carme Chacon 2008 hochschwanger die Parade ab. In Frankreich bekam 2009 Justizministerin Rachida Dati ein Kind. Sie nahm fünf Tage Babypause. Dies erwartet von Kristina Schröder allerdings keiner.

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