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Neue OZ: Kommentar zu Kirchen
Wahlen

Osnabrück (ots) - Hervorragende Wahl

Große Erleichterung und Aufatmen unter Niedersachsens Protestanten: Endlich steht der neue Bischof fest. Nach dem Rücktritt Margot Käßmanns im Februar und nach Monaten der Vakanz kann die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers wieder zuversichtlich nach vorne blicken: Mit satter 84-Prozent-Mehrheit und ohne eine Gegenstimme hat sich die Synode für Ralf Meister entschieden. So ein Wahlergebnis verleiht dem Theologen schon vor seiner Einführung im März Rückenwind.

Der 48-Jährige ist alles andere als ein Verlegenheitskandidat. Ihm wird es nicht schwerfallen, in die Fußstapfen Käßmanns zu treten. Denn er zeigt sich als kluger, medienerfahrener Theologe mit vielen Ideen - und er hat bewiesen, dass er es meisterhaft versteht, den richtigen Ton zu treffen. Als Bischof will er ebenso Wert auf die Einheit seiner Kirche legen wie auf die Vielfalt der Frömmigkeitskulturen. Das bedeutet: Da kommt einer, der innerkirchliche Gräben eher zuschüttet als aufreißt.

Seit 2008 wirkt Meister als Regionalbischof in Berlin. Wohl auch wegen dieser kurzen Amtszeit musste er immerhin zweimal gefragt werden. Erst dann sagte er seine Bewerbung um das Spitzenamt der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland zu. Doch die hartnäckige Nachfrage hat sich gelohnt. Gut möglich, dass Meister irgendwann sogar für den Ratsvorsitz der EKD gehandelt wird.

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