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Neue OZ: Kommentar zu Nordrhein-Westfalen
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Osnabrück (ots)

Heft des Handelns in der Hand

Die Macht lockt. 101 Sitze wären eine Bastion im neuen Nordrhein-Westfälischen Landtag, die nach arithmetischen Gesetzen schwer zu knacken sein dürfte. Das wissen auch SPD (67 Sitze), Grüne (23) und Linke (11), wenn sie sich heute erstmals zu Sondierungsgesprächen treffen. Für die sehnsüchtig auf den Posten der Ministerpräsidentin schielende SPD-Powerfrau Hannelore Kraft kommt jetzt nach ihren verbalen Eiertänzen die Stunde der Wahrheit. Bricht sie das Abenteuer Rot-Rot-Grün nicht rechtzeitig ab, dürfte sie dem parteiinternen und dem öffentlichen Druck kaum standhalten.

Ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken stößt laut einer aktuellen Forsa-Umfrage in NRW auf breite Ablehnung. Zwei Drittel können sich eine Zusammenarbeit von SPD und Linkspartei nicht vorstellen. Schätzen die Nordrhein-Westfalen die Linken besser ein als eine SPD unter Kraft? Mangels Alternativen bliebe im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland nach dem möglichen Scheitern der heutigen Gespräche nur die Große Koalition. Diese Option bereitet angesichts der heftig diskutierten Führungsfrage derweil eher Frust als Lust. Sachthemen stehen noch außen vor. Die Hürden sind für alle Beteiligten hoch. Bei den Sondierungsgesprächen aber hat Hannelore Kraft das Heft des Handelns in der Hand. Am Ergebnis wird sie zu messen sein.

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