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Neue OZ: Kommentar zu Schuldenbremse

Osnabrück (ots)

Teufelskreis durchbrechen
Die ab 2020 in den Ländern geplante Schuldenbremse ist gewiss kein
Patentrezept, um die Staatsfinanzen zu sanieren. Dafür kommt sie 
reichlich spät und lässt überdies Bund und Kommunen außen vor. Doch 
besser ein erster Schritt als Stillstand. Denn es wird immer 
unverantwortlicher auf Kosten kommender Generationen gelebt. 
Zinszahlungen statt Zukunftsinvestitionen sind die Folge - ein 
Teufelskreis.
Umso bedrückender ist, dass einige SPD-Politiker selbst die eher 
bescheidene Schuldenbremse für Länder schon wieder lockern wollen. 
Denn ein Aufschnüren des Kompromisspakets aus der 
Föderalismuskommission heißt im Klartext: Tod des gesamten Projekts. 
Die Materie ist viel zu komplex, um sie bis zur Bundestagswahl neu 
aufzuarbeiten. Man denke nur an die vereinbarten Sonderhilfen für 
Notlagenländer wie Bremen, Sachsen-Anhalt oder das Saarland.
Gewiss, in Wirtschaftskrisen muss sich der Staat notfalls auch 
massiv neu verschulden, um die Konjunktur zu beleben. Aber dafür ist 
der Bund prinzipiell besser geeignet als Länder oder Kommunen. Daraus
folgt: Wer die Schuldenbremse für Länder ablehnt, will nicht etwa die
Chance staatlicher Konjunkturpolitik bewahren. Ihm geht es vor allem 
um eines: Politik auf Pump. Und das für Jahrzehnte.

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Telefon: 0541/310 207

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