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Saarbrücker Zeitung: Sportausschuss-Vorsitzender Danckert kritisiert WM-Kommerz und Fifa-Macht - DFB muss Klinsmann besser unterstützen

    Saarbrücken (ots) - Gut 50 Tage vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft übt der  Vorsitzende des Sportausschusses, Peter Danckert (SPD), harsche Kritik am Weltfußballverband Fifa. Nach dem Endspiel am 9. Juli müsse dringend eine Debatte über die "ungeheure Kommerzialisierung der WM" geführt werden, sagte Danckert der Saarbrücker Zeitung (Montagausgabe). Der SPD-Politiker sprach diesbezüglich von einer "fast beängstigenden Macht" der Fifa.

    Überdies monierte Danckert die fehlende Rückendeckung des Deutschen Fußballbundes (DFB) für  Jürgen Klinsmann. "Wer Bundestrainer ist, verdient die volle Unterstützung der DFB-Verantwortlichen", forderte der Ausschussvorsitzende. Er erwarte vom Fußballbund Reformen. Mit Theo Zwanziger habe der DFB zwar einen zukunftsorientierten Präsidenten. Klinsmann dürfe jedoch mit seinen Bemühungen nicht an den herkömmlichen Strukturen des Verbandes scheitern. "Da brauchen wir zweifellos eine Neuaufstellung in der DFB-Führungsetage", sagte Danckert der Zeitung.

    Scharf kritisierte er auch die Zustimmung der Bundestagsverwaltung zu Werbung vor dem Parlament und zum Bau einer WM-Fußballarena direkt vor dem Reichstag. Schließlich werde "ansonsten jeder Freizeitkicker von Reichstagsrasen verjagt". Da im Berliner Regierungsviertel auch die Fanmeile geplant sei, rechne er während der WM mit einer "Dauerblockade des Bundeskanzleramtes und Reichstages", so Danckert.

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