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Verschnaufpause nach relativ starker Baukonjunktur im Winter
Arbeitsvolumen und Beschäftigung im Baugewerbe sinkt im März leicht, Löhne legen zu

Wiesbaden (ots) - Die Auswertung der von den Unternehmen des Baugewerbes bei SOKA-BAU eingereichten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen sowie die Beschäftigung im März leicht zurückgegangen ist; die Löhne sind dagegen leicht gestiegen. So sank die Zahl der lohnzahlungspflichtigen Stunden saisonbereinigt um 0,6 % gegenüber dem Vormonat und damit bereits den zweiten Monat in Folge. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer und Angestellten nahm saisonbereinigt um 1,6 % ab. Die Bruttolohnsumme der gewerblichen Arbeitnehmer stieg hingegen leicht um 0,6 % (vgl. Tabelle 1). Im Februar war noch ein Anstieg sowohl der Beschäftigung als auch der Bruttolohnsumme zu verzeichnen (1,8 % bzw. 0,1 %).

Ein schwächere konjunkturelle Entwicklung im Baugewerbe war zu erwarten. So hat die überaus günstige Witterung im Winter ein weitgehend störungsfreies Abarbeiten der Aufträge zugelassen: Im Januar lag das Arbeitsvolumen bereits 19 % über dem Vorjahreswert; entsprechend fällt jetzt allerdings der übliche Frühjahrsaufschwung am Bau aus.

In den kommenden Monaten wird sich die gute Baukonjunktur aber tendenziell fortsetzen. Darauf deutet der weiterhin trendmäßige Anstieg der Baugenehmigungen für Wohngebäude hin. Insbesondere wirkt das äußerst niedrige Zinsniveau stimulierend. So liegt der durchschnittliche effektive Zins für neu vergebene Wohnungsbaukredite nach Berechnungen der Bundesbank mit 2,8 % weiter nahe dem historischen Tiefststand. Darüber hinaus sind in den vergangenen Monaten auch die Auftragseingänge im Nichtwohnungsbau gestiegen. Stimmungsumfragen zufolge blicken die Unternehmen optimistischer in die Zukunft, womit die Investitionsneigung zunimmt. Der öffentliche Bau dürfte aufgrund der späten Verabschiedung des Bundeshaushalts erst in der zweiten Jahreshälfte von der darin geplanten Steigerung der öffentlichen Investitionen profitieren. Mittelfristig besteht schließlich die Hoffnung, dass außerplanmäßige Mehreinnahmen des Staates - wie aktuell diskutiert - in den Ausbau der Infrastruktur fließen. Insgesamt erwarten der Hauptverband der deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe für dieses Jahr ein Umsatzplus im Bauhauptgewerbe in Höhe von 3,5 % bei leicht steigender Beschäftigung (1 %).

Weitere Informationen sowie Tabellen zum Download finden Sie unter: http://ots.de/eAjb3

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