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Ver.di-Verhandlungsführer Canyurt sieht Arbeitgeberseite für Streiks im ÖPNV verantwortlich
Berlin (ots)
Bundesweite Warnstreiks legen seit Montagmorgen vielerorts den öffentlichen Nahverkehr lahm.
Der Verhandlungsführer von ver.di für die Tarifrunde bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), Serat Canyurt, sagte rbb24 Inforadio, die Gewerkschaft würde den Konflikt lieber am Verhandlungstisch lösen. Dazu seien die Arbeitgeber aber bislang nicht bereit gewesen.
"Wir haben der BVG die Möglichkeit gegeben, bis Januar, bis zur ersten Verhandlungsrunde, da eine Reaktion zu zeigen, am Verhandlungstisch. Da kam nichts, da kamen im Gegenteil noch weitere Forderungen vom Arbeitgeber, [der] Arbeitsbedingungen verschlechtern möchte in der BVG und in der BT (("Berlin transport" fährt im Auftrag der BVG)). Und am zweiten Verhandlungstag, wo wir nochmal mehrere Stunden saßen, wurde nichts zu den Forderungen gesagt, eher nochmal was zu Verschlechterungen, wodurch die Kolleginnen und Kollegen gezwungen waren, zu sagen, wir müssen da was tun, weil eben am Verhandlungstisch nichts passiert", so Canyurt.
Aus Sicht des ver.di-Verhandlungsführers liegt die Verantwortung für die aktuellen Streiks bei den Arbeitgebern, diese müssten nun reagieren.
"Wie erwarten tatsächlich von der Arbeitsgeberseite zur nächsten Verhandlungsrunde, die ja am 18. Februar stattfindet, Antworten und Reaktionen auf unsere Forderungen. Und da reicht ja auch irgendeine Antwort - hier ja, da nein - ums ganz einfach zu halten. Bis heute [haben wir] gar keine Reaktion bekommen. Und am 18.2. werden sehen, was da tatsächlich für eine Reaktion dann kommen wird."
Die BVG hat die Streiks am Montag als unverhältnismäßige Eskalation bezeichnet.
Das ganze Interview können Sie hier hören: https://ots.de/wmoNQg
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