Deutscher Caritasverband e.V.

Kampagne für benachteiligte Jugendliche "Achten statt Ächten"

Unter dem Motto "Achten statt ächten" setzt sich der Deutsche Caritasverband (DCV) in diesem Jahr für eine veränderte Haltung benachteiligten Jugendlichen gegenüber ein. Zum Kampagnen-Auftakt am heutigen Donnerstag in Berlin machte Caritas-Präsident Peter Neher vor Journalisten deutlich: "Wir wollen für... mehr

Berlin (ots) - Caritas startet Initiative für benachteiligte Jugendliche

Unter dem Motto "Achten statt ächten" setzt sich der Deutsche Caritasverband (DCV) in diesem Jahr für eine veränderte Haltung benachteiligten Jugendlichen gegenüber ein. Zum Kampagnen-Auftakt am heutigen Donnerstag in Berlin machte Caritas-Präsident Peter Neher vor Journalisten deutlich: "Wir wollen für die Anliegen junger Menschen sensibilisieren, die durch ihre familiäre, soziale und die Bildungssituation benachteiligt sind." Nach wie vor gebe es in Deutschland einen fatalen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den Bildungs- und damit auch Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen.

"Bildung, Ausbildung und Arbeit sind zentrale Elemente, um der Ausgrenzung benachteiligter Jugendlicher nachhaltig zu begegnen." So könne es nicht länger hingenommen werden, dass jährlich rund acht Prozent der Schüler die Schule ohne Abschluss verließen oder keine Ausbildungsplätzen fänden. Im November 2007 seien mehr als 345.000 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet gewesen.

Dringend erforderlich sei beispielsweise ein flächendeckendes Angebot von Schulsozialarbeit, um an Schulen in sozialen Brennpunkten oder mit einem hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund frühzeitig und nachhaltig wirken zu können. "Jeder Jugendliche muss einen Schul- und Berufsabschluss erreichen", forderte Neher. Die Caritas nimmt sich dabei auch selbst in die Pflicht. "Wir werden in diesem Jahr unsere Anstrengungen erhöhen, schlecht oder gar nicht qualifizierten Jugendlichen eine Perspektive zu eröffnen." Die Caritas kann hier auf vielfältige Erfahrungen zurückgreifen: mehr als 15.000 junge Menschen werden in Projekten von Caritas-Bildungsträgern und in Berufsbildungswerken der Caritas qualifiziert.

Wiederholt kritisierte Neher die aktuelle Debatte zur Jugendkriminalität: "Wir brauchen keine Verschärfung des Strafrechts sondern therapeutisch geschultes Personal und eine jugendgerechte Unterbringung, um eine nachhaltige Integration dieser Jugendlichen in die Gesellschaft zu erreichen."

Mit der diesjährigen Kampagne setzt der DCV seine Befähigungsinitiative fort, deren Ziel es ist, die Lebenschancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu stärken. Der Caritas-Präsident dankte der Düsseldorfer Agentur BBDO, die erneut bereit war, diese Kampagne unentgeltlich zu entwickeln und der GlücksSpirale, welche die Umsetzung finanziell unterstützt hat.

Informationen unter www.achten-statt-aechten.de und www.caritas.de sowie das Statement des Präsidenten und die Kampagnenmotive.

Kontakt: Barbara Fank-Landkammer, Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising; Telefon: 0761 200-418, Handy: 0175 1883779, E-Mail: barbara.fank-landkammer@caritas.de

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