WirtschaftsVereinigung Metalle

G20-Abschlussbericht soll Marktverzerrungen bei der Aluminiumproduktion berücksichtigen

Berlin (ots) - Überkapazitäten bei der Aluminiumproduktion führen zu Marktverzerrungen innerhalb der Wertschöpfungskette. Die Folge sind Marktungleichgewichte und unfaire Handelspraktiken auf dem Rücken der europäischen NE-Metallindustrie. Die WirtschaftsVereinigung Metalle (WVMetalle) fordert deshalb, dass die G20 stärker gegen marktverzerrende Überkapazitäten vorgeht.

Kapazitäten, die weit über den Marktbedarfen liegen, beeinflussen die Marktgleichgewichte und verzerren die Preise. Insbesondere China baut in der Aluminiumproduktion seit Jahren eine enorme Produktion auf. Alleine diese Überkapazitäten würden ausreichen, um Europa für mehrere Jahre mit Primäraluminium zu versorgen.

Die europäische Industrie leidet zunehmend unter den Marktverzerrungen der Chinesen. So kommt eine aktuelle Studie von Professor Markus Taube, Lehrstuhlinhaber für Ostasienwirtschaft/China an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Universität Duisburg-Essen, zu dem Ergebnis, dass die chinesischen Überkapazitäten einen langen Schatten auf die globalen Märkte werfen. Sie beeinträchtigen die Rentabilität der europäischen Akteure, indem sie grundsätzlich das Preisniveau auf den Absatzmärkten drücken und zusätzlich Verdrängungseffekte auf Heimat- und Drittmärkten auslösen.

Die WirtschaftsVereinigung Metalle plädiert dafür, dass sich die G20 für einen regelbasierten Handel einsetzt. Dazu gehört auch, dass Überkapazitäten weltweit abgebaut werden. Der politische Wille, die Thematik von Überkapazitäten in der Aluminiumindustrie proaktiv anzugehen, sollte deswegen unbedingt im G20-Abschlusskommunique festgehalten werden. Dafür sollte sich die G20 an der G7-Erklärung von Taormina orientieren. Hier wurde explizit auf Marktverzerrungen bei Aluminium hingewiesen.

Die G20 versammelt die größten Industrienationen und Schwellenländer. In diesem Jahr hat Deutschland den Vorsitz der G20. Das nächste Gipfeltreffen wird im Zeitraum vom 7. bis 8. Juli in Hamburg stattfinden. Dort wird insbesondere die Handels- und Klimapolitik thematisiert.

Die Studie zu Marktverzerrungen von Prof. Taube finden Sie auf unserer Homepage: http://ots.de/eoANp

Die Einschätzung der WVMetalle zu der Studie finden Sie hier: http://ots.de/6ibc9

Pressekontakt:

Sarah Bäumchen
Telefon +49 30 726 207-111
Mobil +49 160 97597043
baeumchen@wvmetalle.de
www.wvmetalle.de

Original-Content von: WirtschaftsVereinigung Metalle, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: WirtschaftsVereinigung Metalle

Das könnte Sie auch interessieren: