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25.02.2015 – 07:00

MC.B Verlag GmbH

Rekorde in der Gesetzlichen Krankenversicherung - TK erobert Marktführerschaft nach Mitgliedern

Berlin (ots)

Der Beschäftigungsmotor in Deutschland brummt noch immer noch. Das wirkt sich auch weiter auf die Mitgliederzahlen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Über 53,2 Mill. Mitglieder zum 1. Januar 2015 stellen einen neuen GKV-Mitgliederrekord zu Beginn eines Kalenderjahres dar. Der GKV-Zuwachs im Jahr 2014 betrug mehr als 687.000 Mitglieder. Den Löwenanteil (knapp 60 Prozent) sicherte sich dabei mit 402.000 Zugängen netto die Hamburger Techniker Krankenkasse (TK). Zum Stichtag 1. Februar 2015 konnte die TK nun einen weiteren Rekord verzeichnen: Die Ersatzkasse eroberte zum ersten Male die absolute Marktführerschaft innerhalb der GKV. Und zwar nach Mitgliedern. Über beide Rekorde berichtete zuerst der gesundheitspolitische Hintergrunddienst "dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik" (dfg), der in Berlin erscheint.

Bereits im Februar 2014 stieg die Ersatzkasse zur größten Krankenkasse nach Versicherten empor und hatte ihren Vorsprung ausgebaut. Nach einem weiteren furiosen Jahr erklomm die TK nun auch Platz 1 der GKV nach Mitgliedern. Das berichtet der "dfg" in seiner aktuellen Ausgabe (9 - 15) aufgrund von neuesten Zahlen des Ersatzkassenverbandes vdek, die der dfg-Redaktion vorlagen. Im Januar 2015 strömten netto allein 35.285 Mitglieder zur Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg. Mit einem Bestand von 6.756.927 Mitgliedern überholte damit die TK die bisherige Nr. 1 nach Mitgliedern in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die BARMER GEK. Die Wuppertaler Kasse legte zwar im Januar 2015 um netto 5.456 Mitglieder zu. Ihre aktuellen 6.745.186 Mitglieder reichen aber nicht mehr, um die jahrzehntelang gehaltene "pole position" zu verteidigen. Nr. 3 der Branche bleibt die ebenfalls in Hamburg beheimatete DAK Gesundheit. Sie verbuchte im Januar 2015 ein immerhin, wenn auch mageres Plus von netto 787 Mitgliedern, bleibt aber mit 4.922.807 weiterhin weit hinter den beiden Spitzenreitern zurück.

Die vdek- wie auch die GKV-Ränge verteilten sich noch vor zehn Jahren ganz anders. Das geht aus den seit Jahren von der dfg-Redaktion entwickelten dfg-GKV-Rankings hervor. Zum 1. Januar 2005 lag die damalige BARMER noch mit über 5,3 Mill. Mitgliedern schier uneinholbar vorn. Sie dominierte die GKV und sonnte sich im Glanze des Marktführers. Platz 2 war damals der DAK mit über 4,7 Mill. Mitgliedern vorbehalten. Und erst auf Platz 3 folgte die TK mit über 3,7 Mill. Mitgliedern. Die von der TK veranstaltete "Aufholjagd" in diesen zehn Jahren war beachtlich. Sie gewann gut 3 Mill. Mitglieder, die BARMER "nur" 1,4 Mill. Mitglieder. Die DAK rutschte trotz zahlreicher Fusionen auf den dritten Platz ab, der Sprung über die 5 Mill.-Schwelle gelang zeitweise, doch schmolzen die Gewinne nicht nur aufgrund von Strukturproblemen bald wieder dahin.

Betrachtet man die Zahlen des vdek in den vergangenen zehn Jahren, dann konnten zwei weitere Ersatzkassen prozentual gesehen das TK-Ergebnis noch toppen. Die ebenfalls in Hamburg beheimatete Hanseatische Krankenkasse (HEK) steigerte ihre Mitgliederzahl von über 225.000 auf nunmehr fast 337.000, also um fast 50 Prozent. Noch besser schnitt im Langzeitvergleich die Bremer handelskrankenkasse (hkk) ab. Sie legte um über 110 Prozent zu, in dem sie sich von 127.000 auf aktuell 272.000 Mitglieder vergrößerte.

Der gesundheitspolitische Hintergrunddienst "dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik" erscheint seit 1962 wöchentlich und wird von der Berliner MC.B Verlag GmbH herausgegeben (www.mcb-verlag.de). Er ist bekannt geworden durch seine investigativen Hintergrundberichte und seit 2004 für seine dfg-Rankings der Mitglieder und Versicherten aller deutschen Krankenkassen (GKV) und privaten Krankenversicherungsunternehmen (PKV). Die GKV-Rankings erscheinen vierteljährlich, das PKV-Ranking jährlich. Der Langzeitvergleich 2002 - 2015 für die Mitgliederzahlen der Ersatzkassen kann bei der dfg - Redaktion angefordert werden.

Kontakt für weitere Informationen:

Chefredakteur Wolfgang G. Lange
Redaktion "dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik"
Hannoversche Str. 22
10115 Berlin
0172 - 25 00 324
030 - 275 965 91
Mail: Lange@mcb-verlag.de

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