Mitteldeutsche Zeitung

Mitteldeutsche Zeitung: Brandkatastophe in Halberstadt
Rätseln um Brandursache
Feuer im Wohnheim: Obdachloser widerruft Geständnis - Haftbefehl abgelehnt

    Halle (ots) - Halberstadt. Die Aufklärung des Brandes, der am Freitag neun Bewohnern eines Obdachlosenheims in Halberstadt das Leben kostete, gestaltet sich schwierig. Die Halberstädter Staatsanwaltschaft räumte gestern ein, eine eindeutige Brandursache sei möglicherweise nicht zu ermitteln. Aus diesem Grund hat das Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den vermeintlichen Verursacher des Feuers abgelehnt. Das berichtet die in Halle scheinende Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Montag-Ausgabe. "Der Richter sah keinen dringenden Tatverdacht, da ein technischer Defekt nicht ausgeschlossen werden kann", sagte Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Brandstiftung einen Haftbefehl gegen einen 55-jährigen Bewohner des Obdachlosenheims beantragt. Peter M., der mit vier weiteren Insassen den Brand überlebte, hatte in seiner polizeilichen Vernehmung gestanden, das Feuer verursacht zu haben. Er sei nach einem Zechgelage mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen. Vor dem Haftrichter widerrief er jedoch sein Geständnis und erklärte, der Fernseher habe zu brennen begonnen. "Es wird sehr schwierig, diese Aussage zu widerlegen", so Roggenbuck. Sämtliche Einrichtungsgegenstände seien verbrannt.

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