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Mitteldeutsche Zeitung: zu Prozess/Kachelmann

Halle (ots) - Die Möglichkeit prominenter Beschuldigter, sich einen Medienanwalt zu leisten, ändert daran wenig. Denn erst im Nachhinein, wenn Enthüllungen schon veröffentlicht sind, kann gerichtlich eine Weiterverbreitung untersagt werden. Der Schaden ist dann kaum noch gutzumachen. Selbst ein glatter Freispruch wie für den TV-Moderator Andreas Türck kann das Ansehen nicht mehr retten.

Die Inszenierungen außerhalb der Gerichtssäle sind seit Bachmeier verwirrender, die Komplotte schwerer zu durchschauen. Spekulationen, Gerüchte und der scheckbuchbeflügelte Bekenntnisdrang von Zeugen: alles, wirklich alles, was die Wahrheitsfindung behindern kann, wird ungeniert genutzt - mal zulasten der Opfer, mal zulasten von Angeklagten, aber immer zulasten der Justiz.

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