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Mitteldeutsche Zeitung: zu Bahn und Hansen

    Halle (ots) - Auch ohne die forschen Worte Hansens hätte Mehdorn wissen müssen, welch verheerenden Eindruck diese Personalie machen muss: Denn der Mann, der jetzt nach Jobabbau ruft, ist derselbe, der sich bisher als Kämpfer für Beschäftigungsgarantien feiern ließ. Er ist jener, der vor einem Jahr im Tarifstreit mit dem Konzern einem moderaten Ergebnis zustimmte. Und es war Hansen, der Mehdorn in dessen Kampf für die Bahnprivatisierung in der Belegschaft den Rücken freigehalten hat. Der Verdacht drängt sich auf, dass sich der Konzern mit dem Posten für frühere Dienste des Gewerkschafts-Chefs bedankt. Deshalb ist die Berufung Hansens schamlos. Und davon abgesehen beschädigt sie das Ansehen der Gewerkschaft ebenso wie das der Deutschen Bahn.

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