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Lausitzer Rundschau: Zu Internet/Bundesliga-Übertragung: Vorerst keine Konkurrenz

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu Internet/Bundesliga-Übertragung:

    Die Telekom schlägt zurück. Jahrelang haben ihr Anbieter von TV-Kabelnetzen Kunden abspenstig gemacht. Vielerorts in Deutschland können Haushalte schon das Triple nutzen: Fernsehen, Internet und Telefonie aus einer Hand. Aber eben über das Fernsehkabel. Denn selbst die zum DSL-Breitband aufgerüstete Telefonleitung eignet sich nicht fürs Fernsehen. Nun aber baut die Telekom durch Verlängerung ihrer Glasfaserstrecken TV-taugliche Hochgeschwindigkeitsnetze (VDSL) auf. Und sie hat die Rechte zur Übertragung der Bundesligaspiele via Internet erworben. Der Deal mit dem Pay-TV-Sender Premiere, der seine Exklusivrechte an den neuen Rivalen Arena verlor, kommt ihr dabei gerade recht. Er sichert ihr die redaktionelle Kompetenz für die Übertragung. Und er macht einer breiten Öffentlichkeit, die sonst von VDSL kaum Notiz genommen hätte, überhaupt erst einmal bewusst, dass es da etwas Neues auf dem Markt gibt. Eine echte Konkurrenz zur traditionellen Fernsehübertragung via Kabel und Satellit wird das Internet aber sicher noch für eine lange Zeit nicht sein. Zu gering ist die VDSL-Verbreitung. Vielleicht wird die Telekom ihr Ziel erreichen, bis Ende Juni drei Millionen und in einem Jahr 13 Millionen Haushalten VDSL zur Verfügung zu stellen. Aber ob die es auch kaufen, steht auf einem anderen Blatt. Südbrandenburg findet sich vorerst nicht auf der VDSL-Angebotsliste. Aus all diesen Kapazitätsgründen ist es auch kein großer Coup, den Premiere-Chef Georg Kofler gelandet hat, um seinen Kunden mit Telekom-Hilfe doch noch die Bundesliga anzubieten. Es ist ein winzig kleiner Alibi-Sieg.

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