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BVDVA Bundesverband Deutscher Versandapotheken

BVDVA fordert stärkere Liberalisierung des Pharma-Marktes
Geplante Gesetzesänderung gefährdet Versandapotheken

Berlin (ots)

Das derzeit diskutierte Gesetz zur Verbesserung der
Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (AVWG) ist nach
Ansicht des Bundesverbandes der Versandapotheken (BVDVA) nicht
geeignet, um die Wirtschaftlichkeitsreserven im Arzneimittelmarkt zu
erschließen. BVDVA-Chef Johannes Mönter: "Wir rechnen sogar mit einer
deutlichen Ausgabensteigerung für die Krankenkassen. Das geplante
Verbot von Naturalrabatten auf apothekenpflichtige Arzneimittel würde
darüber hinaus zu einem massiven Kostenschub in den Krankenhäusern
führen. Auch die Verträge zwischen deutschen Versandapotheken und
Krankenkassen werden noch weiter eingeschränkt. Das Gesetz zementiert
den für deutsche Versandapotheken wirtschaftlich schädlichen
Wettbewerbsvorteil ausländischer Versender."
Deutschen Versandapotheken ist - im Gegensatz zu der Konkurrenz im
Ausland - untersagt, die Preise für verschreibungspflichtige
Medikamente zu verhandeln. Bei Versorgungsverträgen mit Krankenkassen
ist das eine für die deutsche Volkswirtschaft schädliche
Einschränkung. Denn bei den galoppierenden Ausgaben für Arzneimittel
machen die rezeptpflichtigen Arzneimittel 70 Prozent der Kosten aus.
Im Jahr 2004 betrugen die Gesamtausgaben der Arzneimittel 32,5 Mrd.
Euro mit stark steigender Tendenz. Mönter: "Würden die
rezeptpflichtigen Arzneimittel aus der Preisbindung entlassen,
gerieten die Preise in Bewegung. Daher brauchen wir mehr
Liberalisierung statt staatlicher Reglementierung." Aufgrund dieses
Wettbewerbsnachteils streichen holländische Versandapotheken etwa 70
Prozent des Umsatzes am deutschen Arzneimittelversandhandel ein. Die
geplanten Pauschalrabatte führen nach Ansicht Mönters dazu, den
Umsatz des deutschen Versandhandels noch stärker ins Ausland zu
verlagern.
Mönter: "Als die Preise für rezeptfreie Arzneimittel im Januar
2004 aus der Preisbindung genommen wurden, hat der Wettbewerb in
diesem Marktsegment begonnen: Apotheker bieten diese Medikamente
seither um bis zu 30 Prozent unter der unverbindlichen
Preisempfehlung der Hersteller an. Dieser Wettbewerb ist für den
Markt der rezeptpflichtigen Arzneimittel längst überfällig." Die
geplante Festlegung von sogenannten "Pauschalrabatten" für die
pharmazeutische Industrie bei der Belieferung von Großhandel,
Apotheken und Krankenhäusern gefährde individuelle
Versorgungsverträge. Denn das AVWG macht die deutschen Apotheker
unattraktiv für pharmazeutische Unternehmen; diese werden verstärkt
ausländische Versandapotheken beliefern, da mit diesen individuelle
Rabattgestaltungen nach wie vor möglich sind.
Datensammlung zum Versandhandel und Stellungnahme zum AVWG unter
www.bvdva.de

Pressekontakt:

BVDVA-Pressestelle
Kerstin Kilian
Wandschicht 15
33154 Salzkotten
Tel: 05258 / 991113
E-Mail: info@bvdva.de / www.bvdva.de

Original-Content von: BVDVA Bundesverband Deutscher Versandapotheken, übermittelt durch news aktuell

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