Falsches Signal: Ärzte der Welt kritisiert Treffen von Julia Klöckner und Gideon Sa'ar
Berlin (ots)
Ärzte der Welt kritisiert das Treffen der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner mit dem israelischen Außenminister Gideon Sa'ar am 06.05.26 in Berlin.
Angesichts fortgesetzter Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht sendet das Treffen aus Sicht der Organisation ein falsches Signal. Während unabhängige Organisationen nach wie vor nur eingeschränkten humanitären Zugang zu der notleidenden Bevölkerung in Gaza und dem Westjordanland haben und immer neue bürokratische Hürden die Arbeit von humanitären Organisationen nahezu unmöglich machen, blieben klare politische Konsequenzen gegenüber dem israelischen Vorgehen aus. Statt diplomatischer Routine brauche es eine unmissverständliche Positionierung: für den Schutz der Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten, den freien Zugang humanitärer Hilfe und die Wiederzulassung unabhängiger Akteure anstelle der aktuellen Deregistrierungen. "Das humanitäre Völkerrecht ist Grundlage unserer Arbeit. Die Bundesregierung und der Bundestag müssen die Verstöße der israelischen Regierung dagegen aufs Schärfste verurteilen und internationales Recht ausnahmslos verteidigen," so Ärzte der Welt-Direktorin Katri Bertram.
Ärzte der Welt unterstützt seit 1995 die Bevölkerung in den Palästinensischen Gebieten mit medizinischer und psychologischer Hilfe. Im ersten Quartal 2026 hat Ärzte der Welt in seinen Kliniken und mit mobilen Teams über 100.000 Konsultationen durchgeführt.
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