ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Medien-Info: Warnstreik bei CineStar und UCI am Berlinale-Wochenende – ver.di fordert mindestens 16 Euro pro Stunde
Warnstreik bei CineStar und UCI am Berlinale-Wochenende – ver.di fordert mindestens 16 Euro pro Stunde
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten der Kinokonzerne CineStar (Standort CUBIX) und UCI (Standort Gropius Passagen) im Rahmen der bundesweiten Tarifverhandlungen für Samstag (den 14. Februar 2026) zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung findet am Berlinale-Standort CineStar CUBIX am Alexanderplatz statt. Eine Streikkundgebung ist für 16 Uhr angekündigt.
„Mit dem Warnstreik setzen die Beschäftigten ein sichtbares Zeichen: Glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen passen nicht zusammen. Während sich die Hauptstadt im Glanz der Berlinale präsentiert, kämpfen viele Kinobeschäftigte weiterhin für existenzsichernde Löhne“, so Verhandlungsführer Andreas Köhn.
Zentrale Forderung von ver.di ist ein Einstiegslohn von mindestens 16 Euro pro Stunde. Ziel sind sozial gerechte Einkommen für die rund 2.500 Kinobeschäftigten bundesweit – deutlich oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns. CineStar hat in der laufenden Tarifrunde bislang kein Angebot vorgelegt und betrachtet den gesetzlichen Mindestlohn als ausreichend. UCI bot in einem ersten Schritt eine Erhöhung um lediglich 14 Cent an; ab Januar 2027 soll dort lediglich der dann geltende Mindestlohn von 14,60 Euro gezahlt werden.
Zu Streiks aufgerufen wurde auch in Leipzig, Frankfurt und Mainz. In einem offenen Statement wenden sich die Streikenden an das Publikum: „Wir wissen, dass der Streik für Sie mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Doch wir streiken nicht leichtfertig. Wir sorgen mit großem Engagement für Ihr Kinoerlebnis – und dafür brauchen wir gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“
Weitere Verhandlungstermine sind mit CineStar für den 17. Februar 2026 und mit UCI für den 3. März 2026 angesetzt.
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