Alle Storys
Folgen
Keine Story von ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft mehr verpassen.

ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Medien-Info: Bühne frei für den Arbeitskampf: In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder ruft ver.di an einem Dutzend Staats- und Landestheater zum Streik auf

Bühne frei für den Arbeitskampf: In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder ruft ver.di an einem Dutzend Staats- und Landestheater zum Streik auf

Am kommenden Freitag (23. Januar 2026) bleibt an etlichen renommierten Staats- und Landestheatern in vier Bundesländern der Vorhang voraussichtlich geschlossen: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die nicht-künstlerischen Bühnenbeschäftigten – etwa Beleuchter, Bühnentechniker, Requisiteurinnen, Tischler, Maskenbildnerinnen, Garderobenangestellte, Verwaltungskräfte – in rund einem Dutzend Landesbühnen zum Streik auf. Darunter sind so bekannte Häuser wie die Bayerische Staatsoper und das Residenztheater in München, die Schaubühne SAL und das Maxim-Gorki-Theater in Berlin, das Badische Staatstheater in Karlsruhe (Baden-Württemberg) und das Staatstheater Braunschweig in Niedersachsen. Der Warnstreik, der zum Ausfall von Vorstellungen führen wird, findet im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder statt.

„Die Kultur steht in wirtschaftlich angespannten Zeiten besonders unter Druck“, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen, zuständig für Kultur, am Mittwoch. „Gerade daher wollen diejenigen, die den Kulturbetrieb an ihren Häusern Tag für Tag überhaupt erst möglich machen, mit dem Warnstreik ein klares Signal an die öffentlichen Arbeitgeber senden: Die Beschäftigten der Bühnen lassen sich nicht mit ein paar Bröckchen abspeisen, sondern verdienen spürbare Verbesserungen beim Gehalt.“

Das Unverständnis über die bisher schleppend verlaufenden Verhandlungen sei in dieser Tarifrunde besonders stark ausgeprägt, konstatierte der Gewerkschafter. So gab es bereits im Dezember Demonstrationen und Warnstreiks an vielen Bühnen mit Hunderten Teilnehmenden. Einige Häuser engagieren sich erstmals überhaupt bei Arbeitskampfmaßnahmen – und wollen sie noch ausweiten: An der Schaubühne am Lehniner Platz und am Maxim-Gorki-Theater in Berlin werden die Warnstreiks der Bühnenbeschäftigten daher nach dem bundesweiten Streiktag am Freitag (23. Januar 2026) auch noch am Sonnabend (24. Januar 2026) stattfinden. An einzelnen Häusern ruft ver.di zusätzlich auch das künstlerische Personal zu Solidaritätsstreiks auf.

Niemandem, der gern ins Theater geht, solle der Abend verdorben werden, erklärte ver.di-Vorstandsmitglied Schmitz-Dethlefsen. „Aber es braucht eine starke Botschaft der Beschäftigten, um ihre Interessen hinreichend verständlich zu machen. Ich empfehle den Arbeitgebern, dieses Signal sehr ernst zu nehmen.“

Bei Rückfragen: Hikmat El-Hammouri, ver.di-Tarifkoordinator öffentlicher Dienst, +49 160 477 4806

In diesen Einrichtungen wird es Arbeitskampfmaßnahmen geben:

Berlin

Maxim Gorki (Berlin): 23. und 24. Januar 2026

Schaubühne SAL (Berlin): 23. und 24. Januar 2026

Volksbühne (Berlin): 23. Januar 2026

Bühnenservice Stiftung Oper Berlin: 23. Januar 2026

Bayern

Nationaltheater München: 23. Januar 2026

Residenztheater (München): 23. Januar 2026

Gärtnerplatztheater (München): 23. Januar 2026

Prinzregententheater (München): 23. Januar 2026

Staatstheater Nürnberg: 23. Januar 2026

Baden-Württemberg

Badisches Staatstheater (Karlsruhe): 23. Januar 2026

Niedersachsen

Staatstheater Braunschweig: 23. Januar 2026

Oldenburgisches Staatstheater: 23. Januar 2026

V.i.S.d.P.

Jan Thomsen 
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
Weitere Storys: ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Weitere Storys: ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft