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ver.di-Medien-Info: ver.di-Innovationsbarometer 2025: Beteiligung der Beschäftigten ist Schlüssel für die Qualität und Akzeptanz neuer betrieblicher Raumkonzepte

Ver.di-Innovationsbarometer 2025: Beteiligung der Beschäftigten ist Schlüssel für die Qualität und Akzeptanz neuer betrieblicher Raumkonzepte

Für das aktuelle Innovationsbarometer hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) 461 Betriebs-, Personal- und Aufsichtsratsmitglieder zur Verbreitung und Wirkung neuer betrieblicher Raumkonzepte im Dienstleistungssektor befragt. „In den Betrieben und Dienststellen findet eine Veränderung der betrieblichen Raumordnung statt, die Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten hat“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Rebecca Liebig, zuständig für den Bereich Innovation und Gute Arbeit bei ver.di. „Besonders in größeren Unternehmen werden Arbeitsflächen reduziert, Desksharing wird eingeführt, neue Formen der Zusammenarbeit werden umgesetzt.“

„ver.di setzt sich seit Langem dafür ein, dass die Beschäftigten mehr Ortssouveränität bei ihrer Arbeit erhalten – flankiert von kollektiven Regelungen, um Risiken wie größere Belastung durch Entgrenzung einzuhegen. Mit zunehmender hybrider Arbeit ändern sich auch die Ansprüche an den betrieblichen Arbeits- und Sozialraum. Wie wichtig es ist, die betrieblichen Arbeitsräume so zu gestalten, dass Beschäftigte dort gerne arbeiten, zeigen die vehementen Back-to-Office-Debatten nach der Corona-Pandemie“, so Liebig weiter.

Neue Raumkonzepte können zur besseren Gestaltung des betrieblichen Arbeits- und Sozialraums beitragen, wie ein Vergleich mit Unternehmen ohne Umsetzung solcher Konzepte zeigt: Befragte, die in Unternehmen mit neuen Raumkonzepten arbeiten, geben eher an, dass die Raumgestaltung die informelle Kommunikation (68 Prozent vs. 53 Prozent) und Kollegialität (54 Prozent vs. 32 Prozent) fördert und positive Effekte auf die Zusammenarbeit hat (49 Prozent vs. 28 Prozent). Die Beschäftigten werden aber zu selten einbezogen. So geben nur 32 Prozent der befragten Mitbestimmungsakteure an, dass die Beschäftigten mit ihren Ideen beteiligt werden, bei 29 Prozent wird ihr Feedback in die Evaluation einbezogen. Wird die betriebliche Mitbestimmung bei der betrieblichen Raumgestaltung frühzeitig eingebunden, kommt es deutlich häufiger zu einer (aktiven) Beteiligung der Beschäftigten (Bedarfserhebung: 67 vs. 26 Prozent, Beteiligung bei der Evaluation: 40 vs. 11 Prozent).

Die Mitbestimmungsakteure haben das Thema im Blick. 64 Prozent berichten, dass die Interessenvertretung konkrete Vorschläge einbringt. Bei der Hälfte der Befragten wird eine Betriebs- oder Dienstvereinbarung zur Sicherung der Beschäftigteninteressen abgeschlossen. Liebig: „Wenn Beschäftigte und betriebliche Mitbestimmung umfassend einbezogen werden und es gelingt, soziale, organisatorische und technische Aspekte gleichermaßen mitzudenken, können die Potenziale für soziale Innovationen erschlossen werden.“

Weitere Informationen und Link zum aktuellen ver.di-Innovationsbarometer:

Neu: Innovationsbarometer 2025 mit dem Schwerpunkt "Betriebliche Raumkonzepte" | Innovation und Gute Arbeit

Für Rückfragen:

Astrid Schmidt, 030-6956-1364

Christian Wille, 030-6956-1368

V.i.S.d.P.

Richard Rother
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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