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Medien-Info: Branchenstreiktag auf deutschen Autobahnen und Landesstraßen: ver.di ruft für Dienstag zu gemeinsamen Arbeitskämpfen in zwei großen Tarifrunden auf

Branchenstreiktag auf deutschen Autobahnen und Landesstraßen: ver.di ruft für Dienstag zu gemeinsamen Arbeitskämpfen in zwei großen Tarifrunden auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für kommenden Dienstag, 20. Januar 2026, zu gemeinsamen Warnstreiks in zwei großen Tarifrunden auf: Zum bundesweiten Branchenstreiktag Straße sind die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes sowie die etlichen Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen zu Arbeitskampfmaßnahmen, Protestaktionen und Kundgebungen aufgerufen. Die Warnstreiks finden an insgesamt 18 Standorten bundesweit statt. Anlass ist der jeweils zähe bis inakzeptable Verlauf der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder.

Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, zuständig für beide Bereiche: „Straßen sind der Verkehrsträger Nummer 1 in Deutschland – jeden Tag kümmern sich Abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Autobahnen, auf Bundes- und Landesstraßen, auf Brücken und in Tunneln. Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört.“

ver.di fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen. Auch die Nachwuchskräfte sollen deutlich besser entlohnt werden, hinzu kommen branchenspezifische Forderungen. Die Autobahn GmbH des Bundes legte bisher überhaupt kein Angebot zum Entgelt vor, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder präsentierte in der am Freitag beendeten zweiten Runde nur eine aus Sicht der Gewerkschaft ungenügende, zudem unkonkrete Position. „Da muss definitiv mehr kommen“, erklärte ver.di-Vize Behle. „Und das wissen die Arbeitgeber auch: Wir brauchen attraktive Arbeitsbedingungen, um Menschen für diese extrem wichtigen Aufgaben zu halten und zu gewinnen.“

Am Dienstag wird es Aktionen und Arbeitsniederlegungen unter anderem in Niederlassungen und Außenstellen der Autobahn GmbH geben, etwa in Nürnberg, Rostock, Stuttgart, Hannover, Montabaur, Hamm, Gelsenkirchen, Köln, Kiel, Hamburg und Berlin. Arbeitskampfmaßnahmen sind auch in den Landesstraßenbauverwaltungen geplant, darunter in Straßenmeistereien sowie in Verkehrs- und Tunnelleitzentralen, etwa in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In Nordrhein-Westfalen werden am Dienstagnachmittag sämtliche 28 Landestunnel bestreikt, so dass hier und anderswo mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen ist. Für die Versorgung von Notfällen ist jederzeit gesorgt, dazu wurden Notdienste vereinbart.

„Wir fordern die Arbeitgeber mit den Warnstreiks auf, endlich verhandlungsfähige Angebote zu unterbreiten. Und ich hoffe sehr, dass dieses Signal verstanden wird“, sagte Gewerkschafterin Behle.

V.i.S.d.P.

Jan Thomsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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