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action medeor: Cholera wütet in Angola

Wenn Fäkalien in das Trinkwasser gelangen, kann es zu Cholera-Epidemien kommen. In den Slums von Luanda gibt es keine Kanalisation – der ideale Nährboden für das lebensbedrohliche Bakterium. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/action medeor"
Wenn Fäkalien in das Trinkwasser gelangen, kann es zu Cholera-Epidemien kommen. In den Slums von Luanda gibt es keine Kanalisation – der ideale Nährboden für das lebensbedrohliche Bakterium. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/action medeor"

    Tönisvorst (ots) -

      - Querverweis: Bild ist unter      
         http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs abrufbar -

    In Angola wütet die Cholera. Experten fürchten, dass tausende Menschen erkranken. Besonders betroffen ist Luanda. Dort leben 4,5 Millionen Menschen, zwei Drittel in Elendsvierteln ohne Kanalisation.

    „Es gibt schon viele Tote und die Krankheit breitet sich rasant aus", berichtet ein Partner des Deutschen Medikamenten-Hilfswerks action medeor. Er leitet in Angola eine Krankenstation und braucht dringend Medikamente. Eine erste große Medikamentensendung ist bereits unterwegs, weitere Pakete werden zur Zeit in dem Medikamentenlager der action medeor in Tönisvorst zusammengestellt und sollen so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden. „Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn wird die Cholera nicht rechtzeitig behandelt, kann sie innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen", sagt Dirk Angemeer von action medeor.

    „Ein Grund für die rasante Ausbreitung der Cholera ist, dass es in den Armutsvierteln keine Kanalisation gibt", schildert Angemeer die Situation in Luanda. Er hatte vor einiger Zeit dort zwei Gesundheitsstationen besucht. „Selbst Brunnen können verseucht sein. Deshalb werden wir Wasserentkeimungstabletten und unsere Lifestraws nach Angola schicken." Mit dem Lifestraw, ein dickes Trinkrohr mit zwei eingesetzten Textilfiltern und drei Kammern, kann ein Mensch selbst stark verseuchtes Wasser trinken ohne krank zu werden.

    „In den Hilfssendungen packen wir außerdem Rehydrierungslösungen, Antibiotika und Schmerzmittel", so Dirk Angemeer. Ein großes Problem ist der Wasser- und Salzverlust bei der schweren bakteriellen Durchfallerkrankung. Die Betroffenen bekommen in der Regel Durchfall, später Erbrechen, und können dadurch bis zu 30 Liter Wasser am Tag verlieren. „Deshalb ist es so wichtig, die Patienten mit Salz-Zucker-Lösungen zu behandeln und ein Antibiotikum gegen den Erreger zu geben", so Angemeer.

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WH) sind bereits 1300 Menschen gestorben, jeden Tag stecken sich rund 600 Menschen an, die Hälfte der Fälle tritt in Lunda auf. Inzwischen sind 11 von 18 Provinzen betroffen. action medeor versorgt seit vielen Jahren Gesundheitsstationen und Krankenhäuser in verschiedenen Regionen Angolas mit Medikamenten.

    Für diese Hilfe ist action medeor auf Spenden angewiesen:     Kto.-Nr. 555 555 555     Volksbank Krefeld     BLZ 320 603 62     Stichwort: „Cholera"

Für Rückfragen: Susanne Haacker Tel: 02156/9788-78 Fax: 02156/9788-88 Mobil: 0173/5152091

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