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Rheinische Post: Auch Ex-BDI-Chef Henkel fordert längere Laufzeiten für Kernkraftwerke

Düsseldorf (ots)

Der frühere Präsident des Bundesverband der
Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel,  hat sich in den 
politischen Streit über den Atomausstieg eingeschaltet. Der 
"Rheinischen Post" (Düsseldorf) sagte Henkel:  "Eine Verlängerung der
Laufzeiten für die Atomkraftwerke ist ökonomisch und ökologisch 
sinnvoll." Der von der rot-grünen Vorgänger-Koalition in Berlin 
beschlossene Atomausstieg sieht eine Stilllegung aller deutschen 
Meiler bis etwa zum Jahr 2020 vor. Aus der Union mehren sich die 
Forderungen nach längeren Laufzeiten. Henkel, 1992 "Öko-Manager des 
Jahres", begründet seine Forderung sowohl mit umweltpolitischen als 
auch mit wirtschaftlichen Argumenten. "Wir können sonst die 
Kyoto-Ziele zur CO2-Reduktion nicht erreichen", sagt er; immerhin 
sparten die deutschen Atomkraftwerke zur Zeit rund 160 Millionen 
Tonnen CO2-Ausstoß ein. Andere Länder hätten das schon erkannt, meint
der heutige Präsident der Leibniz-Gesellschaft und verweist auf die 
40 neuen Meiler, die derzeit weltweit in Bau oder Planung seien. 
Zudem, so Henkel, erhöhe der vorzeitige Verzicht auf Atomenergie die 
Abhängigkeit von Gas- und Erdölproduzenten, deren Heimatstaaten er 
nur in wenigen Fällen für "politisch stabil" hält. Henkels 
Gegenbeispiel: Frankreich, das 95 Prozent seines Strombedarfs mit 
Atom- und Erneuerbarer Energie deckt. "Frankreich ist von der 
Preisexplosion bei Öl und Gas nicht so stark betroffen wie 
Deutschland."

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