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Rheinische Post: Kommentar: Die Last des Fleisches

Düsseldorf (ots) - Unsere Welt in ihrer heilen Variante scheint aus Vegetariern, Veganern und Flexitariern zu bestehen. In Wahrheit aber ist es bloß eine von hippen Trends genährte Traumwelt. Die Wirklichkeit vermelden die Schlachthöfe: Noch nie ist hierzulande so viel Fleisch "produziert" worden wie im vergangenen Jahr - 8,22 Millionen Tonnen. Eine Zahl zum Fürchten. Das aber nicht nur aus Ernährungsgründen, auch wenn die Deutschen inzwischen dreimal so viel Fleisch essen wie empfohlen. Schließlich ist jeder für seine Gesundheit selbst verantwortlich. Aber: Die ungestüme Lust auf Fleisch weltweit zählt nach Einschätzung der Vereinten Nationen zu den Hauptursachen von Klimawandel und Umweltzerstörung. Allein das von allen Rindern dieser Welt und ihrer Gülle abgegebene Methan trägt so viel zur Erderwärmung bei wie 33 Millionen Autos. Das alles ist bekannt und wird mal zynisch, mal mahnend proklamiert. Aber vielleicht gehört auch unsere Ignoranz zum Spiel, den Traum einer heilen Welt zu bewahren. Auf einen Wandel unseres Verhaltens zu bauen, wäre auch angesichts von 8,22 Millionen Tonnen naiv.

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