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Rheinische Post: Kommentar: Dumpfe Parolen

Düsseldorf (ots) - Fremden- oder genauer gesagt meist islamfeindliche Parteien feiern mit dumpfen Parolen Wahlerfolg auf Wahlerfolg. In Skandinavien ebenso wie in den Niederlanden - und jetzt auch massiv in Österreich. Damit schließt sich der Kreis. Die seinerzeit von Jörg Haider auf rechtspopulistischen Kurs gebrachte FPÖ war als erste Partei dieser Art in Europa zur Beinahe-Volkspartei aufgestiegen. Fast ebenso schnell stürzte sie wieder ab, weil sie sich als regierungsunfähig erwies. Nach ihrer Berg- und Talfahrt ist die FPÖ wieder auf dem 27-Prozent-Niveau angekommen - in Wien, wenige Wochen nach einem ähnlich überraschend hohen Ergebnis in der Steiermark. Bedauerlicherweise fällt das nicht mehr sonderlich auf in einem europäischen Umfeld, in dem ein Islam-Hasser wie der Niederländer Geert Wilders zum Mehrheitsbeschaffer für eine Regierung wird. In Wien kann FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wenigstens nicht darauf hoffen, mitregieren zu können. Die von einem Teil ihrer Wähler verlassenen "großen Parteien", Sozialdemokraten und Christdemokraten, wollen sich jetzt auf einmal bemühen, Versäumnisse bei der Integration von Einwanderern zu reparieren. Spät, aber nicht zu spät.

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