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Rheinische Post: Teure Flüge

Düsseldorf (ots) - Die neue Luftverkehrsteuer gehört ohne jeden Zweifel in die Abteilung dreistes Abkassieren. Denn sie beinhaltet keinerlei politisches Ziel wie Schutz der Umwelt oder Marktregulierung, sondern dient nur dem schnöden Zwecke, Haushaltslöcher zu stopfen. Die Bundesregierung hat durchaus Talent, in jenen Branchen nach Geld zu schürfen, bei denen viele Wähler erst einmal schulterzuckend denken: Die haben's ja. Dazu zählen die Stromkonzerne, die Pharmaindustrie und eben auch die Fluggesellschaften. Doch am Ende zahlen die neuen Steuern meistens die Verbraucher. Im Fall der Flugsteuer haben die großen Fluggesellschaften bereits angekündigt, dass sie die acht bis 45 Euro pro Ticket an ihre Passagiere weiterreichen werden. Für die Fluggäste bedeutet dies, dass sie beim Kleingedruckten noch genauer hinschauen müssen. Neben Gepäckaufschlag, Flughafengebühr und Sicherheitsgebühr wird nun auch die Ticket-Steuer auf den Preis aufgeschlagen. Die Empörung der Luftfahrtbranche über die neue Steuer ist dennoch übertrieben. Die Fluggesellschaften zahlen keine Steuern für das Flugbenzin, was ihnen in Konkurrenz zu anderen Verkehrsmitteln Vorteile verschafft.

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