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Weser-Kurier: Zur CDU in Baden-Württemberg schreibt Alexander Pitz

Bremen (ots) - "Da muss er jetzt durch", hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor einigen Monaten über die Prozedur gesagt, die seinem Schwiegersohn Thomas Strobl bevorstand. Wie katastrophal die Sache für den ehrgeizigen 54-Jährigen enden würde, konnte damals niemand ahnen. Der Bundestagsabgeordnete aus Heilbronn ist zwar Mitglied im CDU-Bundesvorstand und Landesvorsitzender seiner Partei, dennoch musste er sich im Wettstreit um die Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg einem kräftezehrenden Schaulaufen stellen. Nach sechs Regionalkonferenzen und einer CDU-Mitgliederbefragung steht nun fest: Strobls Ambitionen enden mit einem Karriere-Totalschaden. Obwohl er bis zum Schluss als großer Favorit galt, unterlag er schließlich deutlich seinem Konkurrenten, dem weitgehend unbekannten Guido Wolf aus Tuttlingen. Der bodenständige Schwabe verstand es geschickt, die CDU-Anhänger im Ländle mit demonstrativer Volksnähe auf seine Seite zu ziehen, während Strobl mit seiner Nähe zur Macht in Berlin eher Argwohn erntete. Der Unterlegene steht vor den Trümmern seiner politischen Laufbahn. Weder als Landesvorsitzender noch als Bundes-Vize hat er in der Union eine Zukunft.

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