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Weser-Kurier: Zur Y-Trasse schreibt Peter Mlodoch:

Bremen (ots) - Und schon wieder eine Art Kommission. Anwohner, Kommunen, Wirtschaft und Umweltverbände sollen bei der Y-Trasse und deren möglichen Alternativen zwischen Hannover, Bremen und Hamburg mitreden dürfen. Das klingt ein wenig nach Angst der Deutschen Bahn und des Landes Niedersachsen vor einer eigenen Entscheidung, ist aber nach den Erfahrungen von Stuttgart 21 mehr als sinnvoll. Wer Betroffene rechtzeitig einbindet und sie mitbestimmen lässt, nimmt Bürgern das Gefühl von Ohnmacht, beugt Vorbehalten vor und erhöht dadurch die Akzeptanz von solchen Großprojekten. Eine Illusion dürfte allerdings sein, dass dann Planung und Bau unter dem Strich schneller vonstatten gehen. Dass vielleicht sogar Klagen dagegen ausbleiben. Ein vorgeschalteter Bürgerdialog kann und darf nicht die gesetzlichen Vorgaben zur Raumordnung und Planfeststellung ersetzen. Er darf erst recht nicht den Rechtsweg beschneiden. Auch wenn bei den vier möglichen Varianten für die künftigen Bahntrassen im Norden die Wahl des Gremiums eindeutig ausfällt, werden sich einige der davon Betroffenen diesem Votum nicht beugen wollen und sich gerichtlich zur Wehr setzen. Bis zum ersten Spatenstich für die Y-Trasse oder deren Alternativen werden also noch etliche Jahre vergehen.

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