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Weser-Kurier: Kommentar von Marc Hagedorn zum WM-Auftakt

Bremen (ots) - Während die Gewalttätigkeiten in den großen Städten weitergehen, braucht Brasilien die Hilfe des japanischen Schiedsrichters, um gegen Kroatien zu gewinnen. Ein fragwürdiger Start in das Turnier. Die Vorstellung jedenfalls, dass nun, wo endlich der Ball rollt und Brasilien gewinnt, alles schon irgendwie gut geht, kann man vergessen. Diese WM wird anstrengend - in den Stadien und außerhalb. Fußball ist längst ein globales Spiel. Kroatische Profis stehen bei Real Madrid, Inter Mailand oder dem FC Barcelona unter Vertrag, spielen dort Seite an Seite mit den brasilianischen Stars. Man kennt sich in- und auswendig. In den nächsten Spielen wird das nicht anders sein. Kolumbien? Dominiert von Profis, die in Europas Top-Ligen ihr Geld verdienen. Die Elfenbeinküste? Genau so. Uruguay? Chile? Kamerun? Alles das Gleiche. Natürlich gibt es auch diesmal wieder krasse Außenseiter, aber die Mehrzahl der Mannschaften unterscheidet nicht viel, am Ende vermutlich oft nur die Tagesform. Zum Glück für die Seleção war der Schiedsrichter auf ihrer Seite. Das sollte man im Auge behalten: Den Confed-Cup hat Brasilien 2013 auch deshalb gewonnen, weil die Unparteiischen in kniffligen Situationen selten den Mut hatten, gegen den Gastgeber zu pfeifen. Am Donnerstag gab es wieder nur fünf Foulpfiffe gegen Brasilien - aber 20 gegen die Kroaten.

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