Frau im Spiegel

Jenny Jürgens: "Ich hatte nie das Bedürfnis, eigene Kinder zu haben"

München (ots) - "Ich hatte nie das Bedürfnis, eigene Kinder zu haben. Diese Glut, Mutter zu werden, brannte nicht in mir", verrät Jenny Jürgens (43), Tochter von Udo Jürgens (75), der Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. "Mein Freiheitsdrang ist zu groß. Ich ziehe mich gerne zurück und brauche Zeit für mich allein. Ich wollte immer spontan entscheiden können, was ich wann machen möchte." Das klinge vielleicht egoistisch, aber sie finde es verantwortungsbewusster, als wenn man Kinder in die Welt setze und sich dann nicht richtig um sie kümmere. "Es macht auch keinen Sinn, Kinder zu bekommen, weil die Gesellschaft das erwartet, oder sich die Eltern Enkel wünschen. Meine Eltern haben mich diesbezüglich nie unter Druck gesetzt, sondern meine Entscheidung akzeptiert", sagt Jenny Jürgens.

Viele Paare hoffen, dass sie im Alter von ihren Kindern betreut werden. Ob der Plan aufgeht, bezweifelt die Schauspielerin: "Es gibt leider keine Garantie, dass man im Alter versorgt wird. Das sehe ich jeden Tag bei meiner Arbeit für ,Herzwerk'." Dieses Projekt, das gegen Armut und Einsamkeit im Alter kämpft, liegt ihr besonders am Herzen. Die Schauspielerin hat "Herzwerk" mit dem Roten Kreuz in Düsseldorf gegründet. "Es geht nicht nur um Geldspenden", sagt sie. "Wir vermitteln auch Patenschaften für Senioren. Leute können ihre Zeit opfern, indem sie sich um alte Menschen kümmern, mit ihnen ins Theater oder spazieren gehen."

Sie habe die Patenschaft für einen Herrn übernommen, den sie regelmäßig besuche, erzählt Jenny. Dass zwei Millionen Senioren in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze leben, findet sie erschreckend. "Viele Menschen ernähren sich tagelang von Tütensuppen, müssen mit einer Scheibe Brot drei Tage auskommen." Und wie hilft "Herzwerk" den Senioren? - "Wir erfüllen Wünsche, die für manche selbstverständlich klingen, es aber bei Weitem nicht sind: Mal wieder einen Apfel essen, eine Taxifahrt zum Arzt, eine neue Brille, ein Friseurbesuch oder einfach nur etwas Wärme spüren."

Jennys Vater Udo Jürgens ist von der Idee begeistert und unterstützt sie wie ihr Ehemann, der Soziologe Prof. Dr. Thomas Druyen (53). "Wir sind seit 14 Jahren verheiratet und noch immer glücklich", schwärmt die gebürtige Münchnerin. "Unsere Liebe ist ein großes Geschenk. Thomas und ich gehören einfach zusammen." Sie würden sich gegenseitig viele Freiräume lassen, das sei ihnen wichtig. "Mein Mann lehrt an der Universität in Wien, ist daher immer ein paar Tage im Monat dort. Das ist für uns kein Problem. Wir haben einen gemeinsamen Freundeskreis, aber auch Menschen, die wir alleine treffen."

Zu ihren Eltern hat die 43-Jährige ständig Kontakt, sowohl zu Vater Udo als auch zu ihrer Mutter Panja. "Wir telefonieren sehr oft miteinander. Wir stehen uns sehr nahe."

Jenny Jürgens hat jede Menge zu tun. Sie steht im Düsseldorfer Theater an der Kö in dem Stück "Endstation Irgendwo" auf der Bühne. In wenigen Wochen dreht sie wieder für die WDR-Serie "Die Anrheiner".

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