Frau im Spiegel

Haribo-Chef Hans Riegel: Keine Hochzeit mehr

München (ots) - Dr. Hans Riegel (87), Chef des Süßwaren-Riesen Haribo, will nicht mehr heiraten. Das berichtet die Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. Seit mehr als 20 Jahren ist der rüstige Unternehmer mit Anna Maria Bischof (47), Managerin seines Hotels "Jakobsberg" bei Koblenz, liiert. Geheiratet hat er jedoch nie. Auf die Frage, ob er sich noch mal trauen würde, antwortet er lachend: "Um Himmels Willen!"

Der Bonner (seit 1991 mit österreichischer Staatsbürgerschaft) hat auch keine Kinder. "Ich habe mir nie Nachwuchs gewünscht. Aber wenn er gekommen wäre, hätte ich versucht, etwas Vernünftiges daraus zu machen. Kinder brauchen ein Ziel, eine Anleitung, die brauchen einen Vater zu Hause."

Im Urlaub wohnt Riegel wenn möglich im Zelt - um Kontakt zur Bevölkerung zu haben. "Ich reise immer mit Ziel", erzählt er FRAU IM SPIEGEL. "Nur 14 Tage baden, das habe ich nie gemacht." Zum Jagen sei er schon nach Alaska und Uganda geflogen.

Hans Riegel ist bis heute der Marketing-Stratege bei Haribo; aus dem väterlichen Betrieb hat er ein Süßwaren-Imperium gemacht. Seinen Slogan "Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso" kennen 98 Prozent der Deutschen. Riegel schmunzelt. "Ich habe 1948 die erste Marktforschung durchgeführt. Ich bin in die Bremer Fußgängerzone gegangen und hab' die Menschen gefragt: Kennen Sie Haribo? Ich bekam zur Antwort: Nee, ich bin auch nicht von hier." Heute beschäftigt Haribo 6000 Mitarbeiter, die Hälfte davon in Deutschland. Riegel: "Wir finanzieren alles aus dem eigenen Cash-Flow." Ein Erlebnis nach dem Krieg habe ihn geprägt, als die Sparkasse wegen säumiger Zahlungen einige Zuckersäcke beschlagnahmen wollte. "Von diesem Zeitpunkt an haben wir keine Fremdmittel mehr aufgenommen."

Der 87-Jährige, der sein Abitur an einer Jesuitenschule machte, ist bei all dem Erfolg bescheiden geblieben. "Sicher gucke ich auf die Preise, wenn ich einkaufen gehe. Ich tue das in der Firma, also mache ich das auch privat." Etwas Luxus gönnt er sich dann aber doch: die Fliegerei und die Jagd. In der Steiermark hat Hans Riegel einen Wohnsitz und unterhält dort ein Jagdgebiet. "Mit dem Hubschrauber fliege ich von Bonn nach Linz in zweieinhalb Stunden", erzählt er und erinnert sich auch an gefährliche Situationen, in die er schon geraten ist. "Nachdem ich einmal den Heckrotor samt Getriebe verloren hatte, musste ich in Köln/Bonn notlanden. Ich hatte über Funk schon einen Krankenwagen und die Feuerwehr bestellt." Dann ging doch alles gut.

Riegel ist mit 87 noch ausgesprochen fit, allein das Gehör lässt nach. Sein Rezept: "Man muss sich die geistige Beweglichkeit erhalten. Und man sollte den Körper einmal am Tag trainieren." Beim Sport müsse man schwitzen, findet er. "Ich habe einen Crosstrainer. Da gehe ich beinah jeden Tag eine halbe Stunde drauf. Dabei gucke ich Nachrichten oder Quizshows." An Ruhestand mag das Firmenoberhaupt nicht denken: "Das Nichtstun birgt auch Gefahren. Ich will doch agil bleiben. Und ich möchte den Anschluss zu den vielen Menschen, die ich kenne, nicht verlieren." In einigen Jahren werde er aufhören, überlegt er. "Dann bin ich hier nur noch die Unruh, wie in der Uhr. Aber wenn die mal stehen bleibt!? Herr Gott, dann muss eben die nächste Generation ran." Für diesen Fall hat Hans Riegel vorgesorgt, er hat eine Stiftung gegründet.

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