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Der Tagesspiegel: Ex-UN-Sonderermittler Mehlis: Syrien wusste vermutlich von Entführung israelischer Soldaten durch Hisbollah

    Berlin (ots) - Der ehemalige UN-Sonderermittler Detlev Mehlis geht von einer Mitwisserschaft der syrischen Regierung  an der Entführung der beiden israelischen Soldaten durch die radikale Hisbollah-Miliz aus. "Aus meiner Kenntnis der Situation bezweifle ich, dass die Hisbollah die Entführung ohne zumindest Kenntnis syrischer Regierungskreise durchgeführt hat", sagte der Berliner Oberstaatsanwalt dem "Tagesspiegel am Sonntag". Mehlis hatte im Auftrag der Vereinten Nationen bis zum vergangenen Januar das Attentat auf den früheren  libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri im Februar 2005 untersucht. Nach Mehlis' Ermittlungen   deuteten  Indizien auf eine Verwicklung  syrischer Geheimdienstkreise und des ehemaligen Sicherheitschefs im Libanon in das Attentat auf     Hariri hin.

      Wie Mehlis der Zeitung weiter sagte, erkenne Syrien  den Libanon
bis heute nicht  als selbstständigen Staat an. Die seit einem Jahr
amtierende libanesische Regierung sei "noch längst nicht gefestigt".
Ein Scheitern der Regierung in Beirut würde "Syrien sicher recht
kommen", sagte Mehlis weiter. Nach der Einschätzung des
Oberstaatsanwaltes ist der Rückhalt der Hisbollah-Miliz in der
libanesischen Bevölkerung gering. "Es gibt im Libanon nicht einmal
eine annähernde Mehrheit für die Hisbollah", sagte er. Mehlis warnte,
dass eine massive Protestbewegung gegen die Hisbollah im Libanon oder
Entwaffnungsversuche "vermutlich zum Bürgerkrieg führen" würden.

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