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Der Tagesspiegel: Ärztepräsident fordert bessere finanzielle Situation für die niedergelassenen Ärzte

Berlin (ots)

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich
Hoppe, hat eine Verbesserung der Situation für niedergelassene Ärzte 
gefordert. "Die niedergelassenen Ärzte haben so knappe Mittel, dass 
sie bei der Behandlung die jeweiligen Patientenschicksale 
gegeneinander abwägen müssen. Sie müssen dauernd 
Rationierungsentscheidungen treffen: Welcher Patient braucht mehr, 
von wessen Budget lässt sich das abzweigen?", sagte Hoppe im 
Interview mit dem Tagesspiegel (Montag-Ausgabe) vor dem am Dienstag 
beginnenden Ärztetag in Magdeburg. Außerdem hätten sie "erhebliche 
Einbrüche bei den Honoraren zu verkraften, weil der versprochene 
Punktwert von 5,11 Cent, bei den Abrechnungen fast nirgendwo mehr 
eingehalten wird". Mancherorts liege der Punktwert unter zwei Cent.
Es sei "unerträglich", sagte Hoppe, "dass diejenigen, die hier 
Leistungen erbringen, ein Drittel dieser Leistungen nicht bezahlt 
bekommen und damit das System subventionieren". Von der Politik 
forderte er mehr Freiheit für die Leistungserbringer, den Abbau der 
"ganzen misstrauensbedingten Bürokratie" und eine neue 
Finanzierungsstruktur. Lohnabhängige Arbeit allein könne das System 
nicht mehr finanzieren.
Hoppe kritisierte die fehlende Einflussnahme der mitregierenden 
Unionsparteien auf die Gesundheitspolitik. Das Thema sei bei der SPD 
verankert geblieben, das Ministerium mache weiterhin "die Politik, 
die es in der rot-grünen Ära gemacht hat".
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Der Tagesspiegel, Politikredaktion, Tel. (030) 26009-389
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