UN-Welt-Seen-Tag am 27. August 2026: GNF und Living Lakes nominieren die indischen Sundarbans
UN-Welt-Seen-Tag am 27. August 2026:
GNF und Living Lakes nominieren die indischen Sundarbans
- Auszeichnung zum UN World Lake Day: GNF und Living Lakes nominieren die indischen Sundarbans, um auf die weltweite Bedeutung von Gewässern für Klima, Biodiversität und Menschheit aufmerksam zu machen.
- Größtes Mangrovenökosystem der Erde: UNESCO-Welterbe, das weltweiten Klimaschutz, einzigartige Biodiversität und den Schutz von Millionen Menschen miteinander verbindet.
- Mit vorbildlicher Mangroven-Renaturierung und gezieltem Community-Empowerment wirkt die Partnerorganisation NEWS den Bedrohungen durch aktives lokales Engagement entgegen.
Radolfzell, 25. August 2026 – Anlässlich des UN World Lake Day (Welt-Seen-Tag) am 27. August 2026 nominieren das internationale Netzwerk Living Lakes und die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) die indischen Sundarbans und betonen damit die zentrale Bedeutung von Gewässern und Feuchtgebieten für Klima, Biodiversität und Menschheit. Seit 2004 zeichnet der GNF ein Feuchtgebiet bzw. einen See des Jahres aus, um auf ökologische Herausforderungen sowie erfolgreiche Schutzmaßnahmen aufmerksam zu machen. Die erste Auszeichnung erhielt damals der Chapala-See in Mexiko.
Ein Ökosystem von weltweiter Bedeutung unter extremem Druck
Die Sundarbans im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta erstrecken sich im indischen Teil über fast 10.000 km² und umfassen ein komplexes Netzwerk aus Gezeitenflüssen, Prielen, Wattflächen und 102 Inseln. Dieses einzigartige Gezeiten-Feuchtgebiet beherbergt über 300 Pflanzenarten und 700 Tierarten.
Es ist die weltweit einzige Heimat einer an Mangroven angepassten Tigerpopulation und bietet Lebensraum für seltene Arten wie Ganges-Delfin, Irrawaddy-Delfin, Nördliche Fluss-Schmuckschildkröte und Fischkatzen. Gleichzeitig gehört die Region zu den am stärksten vom Klimawandel bedrohten Küstenökosystemen der Erde. Der Meeresspiegel steigt hier mit etwa drei Zentimetern pro Dekade deutlich schneller als im globalen Durchschnitt, was zu massiver Küstenerosion, Landverlust und Versalzung von Boden und Trinkwasser führt. Wiederkehrende Zyklone wie Aila, Amphan und Remal treffen die Küstenregion mit verheerender Wucht.
Lokale Antworten: Ökologische Renaturierung & Community-Empowerment
Die indische Partnerorganisation Nature Environment & Wildlife Society (NEWS) wirkt den Bedrohungen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung mit konkreten Maßnahmen entgegen. Durch den Ansatz der gemeinschaftsbasierten ökologischen Mangroven-Renaturierung (CBEMR) wurden bereits über 5.000 Hektar degradiertes Land erfolgreich wiederaufgeforstet. Über 3.500 Frauen engagieren sich in Baumschulen und Aufforstungsprojekten. Ergänzend fördern nachhaltige Imkerei mit der heimischen Wildbiene (Apis cerana indica), klimaangepasste Landwirtschaft, nachhaltige Aquakultur und Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche die Zukunft von Natur und Mensch gleichermaßen. Die Sundarbans zeigen eindrucksvoll das große Potenzial lokaler Initiativen und internationaler Partnerschaften für den Schutz wertvoller natürlicher Lebensräume. Die Auszeichnung würdigt nicht nur vor das konkrete Engagement vor Ort, sondern unterstreicht die Dringlichkeit, wertvolle Ökosysteme weltweit zu schützen.
Über das Living Lakes Netzwerk
Das Living Lakes Network ist eine internationale Partnerschaft von 130 Mitgliedern, die sich in mehr als 60 Ländern für den Schutz und die Wiederherstellung von Seen und Feuchtgebieten auf der ganzen Welt einsetzen. Seit über 20 Jahren arbeitet das Netzwerk mit NGOs, Regierungen, indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften zusammen, um wichtige Lebensräume zu erhalten, nachhaltige Lebensgrundlagen zu stärken und über die große Bedeutung von Seen und Feuchtgebieten aufzuklären. www.livinglakes.org
Über den Global Nature Fund (GNF)
Der Global Nature Fund (GNF) ist eine in Deutschland registrierte, internationale tätige Stiftung mit langjähriger Erfahrung bei der Umsetzung von Wasserprojekten. Der GNF setzt sich durch weltweite Natur- und Umweltschutzprojekte für eine nachhaltige globale Entwicklung innerhalb der planetaren Grenzen ein. Ziel ist es, einen gesunden Planeten und eine intakte biologische Vielfalt als Lebensgrundlage für Menschen und Natur zu fördern. Die Schwerpunktthemen des GNF sind Naturschutz, Klimaschutz, Gewässerschutz und Wirtschaft & Nachhaltigkeit. www.globalnature.org
Pressekontakt:
Global Nature Fund Tina Feil Kommunikations- & Marketingmanagerin Fritz-Reichle-Ring 4 78315 Radolfzell E-Mail: communications@globalnature.org Webseite: www.globalnature.org



