Fit for Biodiversity: Internationale Konferenz zeigt Lösungen für mehr Biodiversität in Agrar- und Lebensmittelsystemen
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Fit for Biodiversity: Internationale Konferenz zeigt Lösungen für mehr Biodiversität in Agrar- und Lebensmittelsystemen
- Wie kann der Agrar- und Lebensmittelsektor wirksam zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen?
- Welche Instrumente, Anreizsysteme und Bewertungsmethoden helfen Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben dabei, Biodiversität entlang ihrer Lieferketten zu fördern?
- Internationale Konferenz „Fit for Biodiversity – Solutions for the Agri-Food Sector“ am 6. und 7. Oktober 2026 in Brüssel zeigt Lösungen auf
Bonn, 12.06.2026. Die englischsprachige Fachkonferenz „Fit for Biodiversity – Solutions for the Agri-Food Sector“ bringt Entscheidungsträger:innen aus Lebensmittelwirtschaft, Politik, Landwirtschaft, Standardisierungsorganisationen, NGOs, Wissenschaft und sektorübergreifenden Initiativen zusammen. Ziel ist es, praxisnahe Lösungen vorzustellen und den Austausch über wirksame Strategien für mehr Biodiversität entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern.
„Der Schutz der biologischen Vielfalt ist eine zentrale Voraussetzung für resiliente Agrar- und Ernährungssysteme. Gleichzeitig stehen Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe vor der Herausforderung, neue regulatorische Anforderungen umzusetzen und wirksame Maßnahmen zu entwickeln. Die Konferenz bietet Orientierung und konkrete Lösungsansätze“, erklärt Stephanie Finkbeiner, Chief Sustainability Officer bei EDEKA und Mitglied des Vorstands von Food for Biodiversity.
Im Mittelpunkt der Konferenz stehen sechs zentrale Themenfelder:
• Bewährte Praktiken für Biodiversität in agrarischen Lieferketten
• Biodiversitätsbewertungen entlang der Wertschöpfungskette
• Biodiversitätszertifikate und Biodiversitäts-Credits
• Anreizmodelle für biodiversitätsfreundliche Landwirtschaft
• Glaubwürdige Kommunikation von Biodiversitätsmaßnahmen
• Aktuelle politische und rechtliche Rahmenbedingungen
Neben Fachvorträgen und Diskussionsrunden bietet die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Networking und zum Austausch von Erfahrungen zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Praxis.
Intensiver Austausch mit internationalen Expert:innen
Für nachweisbare Wirkung braucht es zukunftsfähige technische Lösungen. Simon Pena Perreira (GRAS) und Max Meister (NABU) beleuchten Methoden und technologische Fortschritte, die die Überwachung der biologischen Vielfalt grundlegend verändern. Sie stellen innovative Instrumente vor – von der Fernerkundung bis hin zur Genanalyse –, die darauf abzielen, unser Verständnis von Ökosystemen in unterschiedlichen Landschaften zu vertiefen und deren Entwicklung besser nachzuverfolgen.
Sanne Dekker (FrieslandCampina), Bianca Meßmer und Mia Glammeier (Bodensee-Stiftung) befassen sich mit der Frage, wie Verpflichtungen zum Schutz der biologischen Vielfalt in unternehmerische Widerstandsfähigkeit durch Anreizsysteme umgewandelt werden können. Mit einem praktischen Leitfaden, einer Fallstudie und einem interaktiven Workshop zur Erforschung und kritischen Bewertung wirksamer Gestaltungsansätze.
Wie lässt sich das Thema Biodiversität Verbrauchern und der breiten Öffentlichkeit wirkungsvoll vermitteln? Mit dem Fokus auf externe Kommunikation kommen Expert:innen aus den Bereichen Regulierung und Marktforschung zusammen. Lucia Scharl (Rechtsexpertin für die EmpCo) und Dr. Ulrike Eberle (Corsus Research) zeigen anhand praktischer Einblicke und Beispiele, was funktioniert und was den Vorschriften entspricht. In einem interaktiven Austausch werden zentrale Herausforderungen und bewährte Verfahren erörtert.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Interessierte auf der Konferenzwebsite.
Über Fit for Biodiversity – das Projekt
Die Konferenz ist Teil des EU-LIFE-Projekts „Fit for Biodiversity – Biodiversity Governance and Performance in the Food Sector“. Ziel des Projekts ist es, die Biodiversitätsleistung im Lebensmittelsektor zu verbessern und wirksame Strategien zum Schutz von Ökosystemen zu entwickeln. Das Projekt unterstützt Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft dabei, Biodiversitätsrisiken zu erkennen, wirksame Maßnahmen umzusetzen und Biodiversität systematisch in Unternehmens- und Lieferkettenstrategien zu integrieren.
Projektpartner: Global Nature Fund, Food for Biodiversity e.V., Meo Carbon Solutions, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Bodensee-Stiftung.
Das Projekt wird kofinanziert durch das LIFE-Programm der Europäischen Union, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, die Rentenbank sowie die Premiumpartner Nestlé Deutschland und EDEKA.
Weitere Informationen auf der Website des Projekts unter www.fitforbiodiversity.eu.
Über den Global Nature Fund
Der Global Nature Fund (GNF) ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Radolfzell. Seit seiner Gründung im Jahr 1998 setzt sich der GNF weltweit für den Schutz von Natur und Umwelt ein. Im Mittelpunkt stehen Projekte zur Erhaltung der Biodiversität – speziell zum Seenschutz –, zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und zur Verbesserung und nachhaltigen Ausrichtung der Lebensbedingungen der Menschen in den Projektregionen. https://www.globalnature.org
Über Food for Biodiversity
Der gemeinnützige Verein Food for Biodiversity hat sich das Ziel gesetzt, den Schutz der biologischen Vielfalt in der gesamten Lebensmittelbranche zu verbessern. Die ambitionierte Initiative bringt Akteure der Lebensmittelindustrie zusammen, um die Transformation der Lebensmittelbranche in nachhaltige und zukunftsfähige Ernährungssysteme voranzubringen. Die Mitglieder des Vereins sind Unternehmen, Standardorganisationen, Bio- und Umweltverbände, Anbau- und Lebensmittelverbände und Forschungsinstitute. https://food-biodiversity.de/
Pressekontakt
Global Nature Fund
Jenja Kronenbitter
Projektleitung Fit for Biodiversity
Food for Biodiversity
Oliver Peters
Projektmanager
Global Nature Fund (GNF)
Internationale Stiftung für Umwelt und Natur
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell
+49 7732 9995