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Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Dein Mut findet...Rückhalt, Unterstützung, Sicherheit, Gehör, Schutz - Neue Aufklärungskampagne des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zu häuslicher Gewalt

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Berlin (ots)

Anmoderationsvorschlag: Häusliche Gewalt gibt es überall und oft dort, wo man es gar nicht vermuten würde. Die Opferzahlen erreichen dabei einen Höchststand nach dem anderen - die Zahl der Anzeigen bleiben dagegen auf einem konstant niedrigen Niveau. Nun hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eine Reihe von Gesetzesentwürfen auf den Weg gebracht, die, unter anderem, den Schutz von Opfern häuslicher Gewalt verbessern sollen. Außerdem startet das Ministerium eine breit angelegte Aufklärungskampagne zum Thema häusliche Gewalt. Mario Hattwig berichtet.

Sprecher: Körperliche Übergriffe, Beleidigungen, Bedrohungen oder wirtschaftliche Kontrolle - all das kann häusliche Gewalt sein, von der, laut Statistik, in Deutschland alle zwei Minuten ein Mensch betroffen ist.

O-Ton 1 (Dr. Stefanie Hubig, 23 Sek.): "Häusliche Gewalt gibt es in allen Teilen der Bevölkerung. Ob Sie aufs Land gucken, in die Städte, in Sozialwohnungen, in Einfamilienhäusern, unter Menschen mit ausländischen Wurzeln, genauso wie bei Menschen ohne Migrationshintergrund. Eines ist aber allen Fällen gemeinsam: Die Betroffenen sind in der Regel weit überwiegend Frauen. Wir gehen davon aus, dass das über 70 Prozent der Fälle sind."

Sprecher: So die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig, die sich dafür einsetzt, Opfer besser zu schützen aber auch bei den Tätern ansetzen möchte.

O-Ton 2 (Dr. Stefanie Hubig, 19 Sek.): "Wir haben jetzt ein Gesetz durch den Deutschen Bundestag gebracht, das führt die elektronische Fußfessel für Täter ein. Und die Familiengerichte in Deutschland können künftig Antigewalt-Trainings für Täter anordnen, damit die Täter auch lernen, dass Gewalt keine Lösung ist und dass sie auch Alternativen dazu haben."

Sprecher: Das neue Gesetz wird im kommenden Jahr in Kraft treten. Darüber hinaus ist geplant, dass häusliche Gewalt künftig auch bei Entscheidungen über das Sorge- und Umgangsrecht eine Rolle spielt und Opfer von häuslicher Gewalt einen Anspruch auf professionelle Unterstützung während eines Gerichtsverfahrens erhalten. Die aktuelle Kampagne soll aber jetzt schon vor allem im ländlichen Raum Aufmerksamkeit erzeugen.

O-Ton 3 (Dr. Stefanie Hubig, 25 Sek.): "Wir sehen, dass im ländlichen Raum es viel weniger Unterstützungsangebote gibt als in den Städten, in den Ballungsgebieten. Und wir wollen einfach im ländlichen Raum noch mal für das Thema sensibilisieren und eins ist auch klar, wir brauchen am Ende einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft, übrigens nicht nur im ländlichen Raum, natürlich auch in den Städten. Und das heißt, erstens, wir alle müssen hinschauen, und zweitens muss ganz klar sein, die Scham muss die Seite wechseln."

Sprecher: Für alle, die von häuslicher Gewalt betroffen sind oder Betroffene kennen und helfen wollen, gibt es ein kostenfreies 24-Stunden Hilfetelefon unter der 116 016 und die neue Website raus-aus-gewalt.de mit Hilfsangeboten und vielen Informationen.

Abmoderationsvorschlag: Eine neue Kampagne des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz soll über das Thema "Häusliche Gewalt" aufklären. Allein 2024 erreichten die Zahlen betroffener Personen mit fast 266.000 einen neuen Höchststand. Die Dunkelziffer dürfte allerdings um ein Vielfaches höher sein. Mehr Infos und Hilfe gibt's unter anderem auf der Website raus-aus-gewalt.de.

Pressekontakt:

Pressereferat des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
Anton-Wilhelm-Amo-Str. 37
10117 Berlin
Tel. +49 30 18 580-9090
presse@bmjv.bund.de
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